Teamcheck Fortuna Düsseldorf: Nicht-Abstieg bleibt das Saisonziel (Teil 2)

Friedhelm Funkel, Trainer des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

Teamcheck Fortuna Düsseldorf: Nicht-Abstieg bleibt das Saisonziel (Teil 2)

Von Nico Karrasch

  • Letzte Trainer-Station für Friedhelm Funkel
  • 65-Jähriger erfährt Anerkennung von allen Seiten
  • Ziel für Düsseldorf bleibt der Klassenerhalt

Der Trainer

Friedhelm Funkel und Fortuna Düsseldorf - das passt. Spätestens seit der Trennung von Manager Robert Schäfer im Frühjahr sitzt der 65-Jährige fest im Sattel und genießt bei Fans, Spielern und Kollegen hohes Ansehen. Das Magazin "11 Freunde" kürte ihm zum "Trainer der Saison", bei der "kicker"-Wahl zum "Trainer des Jahres" landete Funkel hinter Champions-League-Sieger Jürgen Klopp auf Platz zwei.

"Die Fortuna ist meine letzte Station", betont Funkel immer wieder. Platz zehn mit Aufsteiger Düsseldorf sei "der größte Erfolg" seiner langen Trainerlaufbahn, das letzte Jahr sei das schönste seiner Karriere gewesen.

Seit seiner Verpflichtung im Frühjahr 2016 hat Funkel den damaligen Zweitliga-Abstiegskandidaten in die Bundesliga geführt und mit einem für Bundesligaverhältnisse sehr kleinen Budget souverän die Klasse gehalten. In der vergangenen Saison zeigte sich sein Team taktisch variabel und war mit seinen schnellen Angreifern vor allem durch das Umschaltspiel gefährlich.

Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass Funkel in Düsseldorf junge Spieler besser machen kann. Dies erleichtert auch Sportvorstand Lutz Pfannenspiel die Verpflichtung von aufstrebenden Profis auf Leihbasis, deren Kauf sich der Klub nicht leisten könnte.

Erwartungen an die Saison

Fortuna Düsseldorf steht erneut vor einer schweren Saison, es bleiben viele Fragezeichen. Ziel bleibt allein der Klassenerhalt. "Es soll bloß keiner von Platz zehn träumen", mahnt Funkel. Dem 65-Jährigen gelang es in der letzten Saison, nach vielen Zu- und Abgängen eine Mannschaft zu formen, in der jeder für den anderen kämpft. Nun steht er vor einer ähnlichen Situation.

Es bleibt abzuwarten, ob einige der Neuzugänge genauso "explodieren" werden wie etwa Dodi Lukebakio, den niemand vor der letzten Saison auf dem Zettel hatte und nun für 20 Millionen Euro vom FC Watford zu Hertha BSC wechselte. Auch der Ausfall von Mittelfeldmotor Kevin Stöger, der eine überragende Saison spielte und vermutlich erst in der Rückrunde wieder fit sein wird, wiegt schwer.

Auf der anderen Seite muss Düsseldorf in Zukunft besser verteidigen, mit 65 Gegentoren sind die meisten Klubs in der Vergangenheit abgestiegen. Die eingespielte Defensive wurde weitgehend zusammengehalten, insgesamt muss die Mannschaft bei ihrer Abwehrarbeit aber noch konsequenter werden. "Eine Einheit sind wir schon, nur auf dem Platz noch nicht", sagte Funkel nach dem mühevollen Einzug in die 2. Runde des DFB-Pokals.

Lesen Sie im im ersten Teil: "So lief die vergangene Saison" und "Wer kommt, wer geht"

DFB-Pokal: Villingen gegen Düsseldorf - die Zusammenfassung Sportschau 10.08.2019 09:11 Min. Verfügbar bis 30.06.2020 Das Erste

Stand: 11.08.2019, 10:00