Teamcheck: Aufsteiger 1. FC Köln investiert mehr als geplant

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Teamcheck: Aufsteiger 1. FC Köln investiert mehr als geplant

  • Souveräner Aufstieg als Meister
  • Neuzugänge sollen Defensive stabilisieren
  • Geplante Investitionen deutlich überschritten

Der 1. FC Köln geht nach seinem direkten Wiederaufstieg ohne Angst in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Um das Bestmögliche zu erreichen, hat der Verein viel investiert.

So lief die letzte Saison

Wenn man als Meister der 2. Liga aufgestiegen ist, dort die meisten Treffer erzielt und auch den Torschützenkönig gestellt hat, kann man über die vergangene Saison nicht viel Schlechtes sagen. Die Rückkehr in die Bundesliga feierten die Domstädter bereits zwei Spieltage vor Saisonende mit einem 4:0-Erfolg bei Greuther Fürth.

Sucht man das Haar in der Suppe des souverän gemeisterten direkten Wiederaufstiegs, findet man es nicht auf dem Platz. Ein paar Meter weiter - auf der Trainerbank - sah die Sache schon anders aus. Drei Tage vor dem Saisonende, als der Aufstieg nur noch Formsache zu sein schien, wurde Coach Markus Anfang entlassen. Für den gebürtigen Kölner ein ganz bitterer Abgang. U21-Trainer Andre Pawlak führte die Mannschaft dann mit Chefscout Manfred Schmid über die Ziellinie.

Ein weiterer Wermutstropfen war der Rücktritt von Vereinspräsident Werner Spinner, der sein Amt nach Differenzen mit Manager Armin Veh bereits Anfang März zur Verfügung stellte. Den Aufstieg gefährdeten diese Turbulenzen letztlich nicht.

Beierlorzer: "Ich weiß, dass ich gut bin" Sportschau 23.05.2019 04:41 Min. Verfügbar bis 23.05.2020 Das Erste

Wer kommt, wer geht?

Geplant war, zehn Millionen Euro in neue Spieler zu investieren, und dann hat der FC wohl fast das Doppelte ausgegeben. Ein deutliches Zeichen, dass der FC gekommen ist, um zu bleiben.

Die Ausgaben für Sebastiaan Bornauw (20, RSC Anderlecht), Ellyes Skhiri (24, HSC Montpellier), Birger Verstraete (25, KAA Gent) und Kingsley Ehizibue (24, PEC Zwolle) werden zusammen auf rund 18 Millionen Euro geschätzt. Die ablösefreien Kingsley Schindler (26, Holstein Kiel) und Julian Krahl (19, RB Leipzig) sowie Noah Katterbach (18) und Darko Churlinov (19) aus der eigenen Jugend komplettieren den Kader.

Der niederländische Abwehrspieler Ehizibue und Innenverteidiger Bornauw - immerhin belgischer U21-Nationalspieler - sollen helfen, die in der Vorsaison nicht eben sattelfeste Abwehr (47 Gegentore) auf Erstliga-Niveau zu heben. Im defensiven Mittelfeld könnten der tunesische Nationalspieler Skhiri und der Belgier Verstraete das erste Bollwerk zur Abwehr gegnerischer Angriffe bilden.

Verlassen haben den FC Serhou Guirassy (SC Amiens), Tim Handwerker (1. FC Nürnberg), Johannes Geis (1. FC Nürnberg), Chris Führich (Borussia Dortmund II), Matthias Lehmann (Karriereende), Jan-Christoph Bartels (SV Wehen Wiesbaden/Leihe), Tomas Ostrak (TSV Hartberg/Leihe) und Joao Queiros (Willem II/Leihe)

Lesen Sie im zweiten Teil: "Der Trainer" und "Erwartungen an die Saison"

Stand: 15.08.2019, 11:00