Jugend forscht beim BVB - aber der Druck bleibt gleich

Dortmunds Trainer Luvien Favre (r.) im Gespräch mit Youssoufa Moukoko

Jugend forscht beim BVB - aber der Druck bleibt gleich

Nach zuletzt 13 Punkten Rückstand auf Meister Bayern verzichten die BVB-Verantwortlichen in diesem Jahr auf eine Kampfansage. Den Druck auf Trainer Lucien Favre verringert das jedoch nicht.

So lief die vergangene Saison

Zweischneidig. Zum einen sicherten sich die Dortmunder den Vizemeistertitel und damit die erneute Champions-League-Qualifikation. Zweifellos ein großer Erfolg. Angetreten waren sie aber, um ein Wörtchen um den Titel mitzureden - und da blieb der BVB in den entscheidenden Spielen stumm. In beiden direkten Aufeinandertreffen unterlag das Team von Trainer Lucien Favre dem späteren Triple-Gewinner Bayern München.

In der frühen Phase der Saison belegte der Revierklub zwischenzeitlich nur Rang acht und konnte sich erst nach der Coronapause fest auf dem zweiten Tabellenplatz etablieren. 13 Punkte betrug am Ende der Vorsprung des FC Bayern auf den BVB - Welten also.

Wer kommt, wer geht?

Die Dortmunder tun auch in dieser Saison einiges, um ihren Ruf als Talentförderer zu festigen. Mit dem erst 15-jährigen Riesentalent Youssoufa Moukoko aus der eigenen Jugend, dem für rund 25 Millionen Euro von Birmingham City verpflichteten Jude Bellingham (17/Mittelfeld) und dem von Real Madrid ausgeliehenen Reinier (18/Mittelfeld) kamen drei weitere junge Hochkaräter ins Team. Mit Immanuel Pherai (19/Mittelfeld) bekommt ein weiterer BVB-Youngster eine Chance im A-Kader. Auf der rechten Abwehrseite soll dagegen Thomas Meunier seine Erfahrung ausspielen. Der 28-Jährige wechselte ablösefrei von Paris Saint-Germain.

Verabschiedet hat sich der BVB von Innenverteidiger Leonardo Baleri (Olympique Marseille/Leihe), Mittelfeldspieler Dzenis Buric (1. FC Heidenheim), Mario Götze (Angriff/vereinslos), Eric Oelschlägel (Torwart/Vereinslos), dem zuvor verliehenen André Schürrle (Karriereende) und Mittelfeldspieler Achraf Hakimi (Leihende).

Und dann wäre da noch ein gefühlter Neuzugang, der begeistert wieder in die BVB-Reihen aufgenommen wurde: Kapitän Marco Reus meldete sich im Test gegen Sparta Rotterdam 216 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel und nach einer langen Leidenszeit mit Problemen im Adduktorenbereich zurück - und das gleich mit einem Treffer.

red | Stand: 16.09.2020, 08:00