Bochum feiert nach Blitzstart Sieg gegen Frankfurt

Die Bochumer Spieler um Takuma Asano (links) bejubeln den Führungstreffer durch Danny Blum im Spiel gegen Eintrecht Frankfurt.

Bochum feiert nach Blitzstart Sieg gegen Frankfurt

Nach dem wichtigen Sieg im Aufsteiger-Duell in Fürth hat der VfL Bochum mit einem leidenschaftlichen Auftritt gegen Eintracht Frankfurt nachgelegt. Ein frühes Tor und ein gehaltener Elfmeter brachten den VfL auf die Siegerstraße.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Reis setzte sich am Sonntagabend mit 2:0 (1:0) durch und schob sich nach dem dritten Saisonsieg auf Platz 14 vor. Frankfurt belegt nun Rang 15. Die Tore für die Blau-Weißen erzielten Danny Blum (3.) bei seinem Startelf-Comeback und Sebastian Polter (90.+2).

"Bei der Atmosphäre bekommt man richtig Gänsehaut", sagte Blum, der den Jubel wie angekündigt aus Respekt vor seinem Ex-Klub verweigert hatte, bei DAZN. "Ich liebe es einfach, Tore zu schießen", betonte er - da war der Gegner wohl egal: "Ich hoffe, es geht so weiter."

Reis änderte seine Startelf nach dem 1:0-Erfolg bei Greuther Fürth auf zwei Positionen in der Offensive: Anstelle von Gerrit Holtmann und Milos Pantovic spielten Blum und Takuma Asano von Beginn an auf den Außenbahnen. Glasner bot die gleiche Startelf auf wie zuletzt beim 3:1-Sieg in der Europa League gegen Olympiakos Piräus.

Blitzstart von Bochum, Riemann pariert Elfmeter

Bereits in der 3. Minute zahlten sich die Änderungen in der Bochumer Startelf aus: Nach einer Kopfballverlängerung von Polter spielte Asano einen feinen Steckpass auf Blum (3.), der Eintracht-Keeper Kevin Trapp tunnelte und zum 1:0 traf. Frankfurt hatte seine erste Möglichkeit durch Filip Kostic (9.), dessen Freistoß Bochums Torwart Manuel Riemann zur Ecke klärte.

Anschließend wehrte Polter den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand ab, Schiedsrichter Marco Fritz entschied nach Sichtung des Videomaterials auf Elfmeter für die Eintracht. Goncalo Pacienca trat an und scheiterte am glänzend reagierenden Riemann (11.) im VfL-Tor, der den Ball sogar festhielt.

Aggressive Bochumer ärgern Frankfurt, Chancen für Polter

Nach der ereignisreichen Anfangsphase beruhigte sich die temporeiche Partie ein wenig. Bochum verteidigte aggressiv, hielt die Gäste weitgehend vom eigenen Tor fern und spielte nach Ballgewinn schnell nach vorne.

In der 24. Minute flankte Cristian Gamboa von der rechten Seite auf Polter, der mit einem Flugkopfball an Trapp scheiterte. Bereits in der 28. Minute musste Frankfurts Elfmeterschütze Pacienca verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Sam Lammers.

Frankfurt hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte gegen die gut gestaffelte Bochumer Defensive aber keine gefährlichen Situationen kreieren. Polter (41.) hatte nach einem Bochumer Freistoß noch eine Möglichkeit, sein Kopfball flog aber deutlich am Tor vorbei. Kurz vor der Pause musste die Eintracht bereits das zweite Mal verletzungsbedingt wechseln, Sebastian Rode ersetzte Kristijan Jakic.

Bochum bleibt am Drücker - und lässt Chancen liegen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit parierte Frankfurts Trapp im Eins-gegen-Eins gegen Asano (48.), der links den besser postierten Blum übersah. Polter (54.) hatte nach einer Flanke von der linken Seite seine nächste Chance, grätschte den Ball aber knapp am kurzen Pfosten vorbei. Frankfurt tat sich in der Offensive weiter schwer, ein Schuss von Rode (57.) von der Strafraumkante strich über das VfL-Tor.

Ab der 60. Minute war Frankfurt besser im Spiel, die Partie war nun ausgeglichener. Asano (69.) hatte bei einem VfL-Konter das 2:0 auf den Fuß, verpasste mit dem langen Bein aber ganz knapp eine Hereingabe von Gerrit Holtmann. Auf der Gegenseite flankte der starke Kostic nach einem Frankfurter Konter auf Lammers (75.), dessen Kopfball das VfL-Gehäuse verfehlte.

Möglichkeiten auf beiden Seiten in der Schlussphase

In der 78. Minute tauchte Polter wieder frei vor Trapp auf und wurde im letzten Moment von Tuta abgegrätscht. Elvis Rexhbecaj (84.) und Christopher Antwi-Adjei (85./90.) vergaben weitere Großchancen für Bochum. Der Chancenwucher des VfL wäre beinahe noch durch Frankfurts Daichi Kamada (87.) bestraft worden, der aus etwa sieben Metern den Pfosten traf.

In der Nachspielzeit belohnte sich Polter für seinen unermüdlichen Einsatz doch noch mit einem Tor und erlöste sein Team, als er den Abpraller nach einer Trapp-Parade zum 2:0 nutzte.

Stand: 24.10.2021, 21:24