Kouadio Kone von Borussia Mönchengladbach im Zweikampf mit Freiburgs Ermedin Demirovic

Gladbach rettet in letzter Minute einen Punkt in Freiburg

Stand: 23.04.2022, 17:25 Uhr

Fast hätte Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg trotz einer Zwei-Tore-Führung verloren. Doch in letzter Minute rettete die Borussia noch einen Punkt.

Lars Stindl traf am Samstag in der Nachspielzeit zum 3:3-Ausgleich. Zuvor hatten Vincenzo Grifo (49./Foulelfmeter), Christian Günter (61.) und Philipp Lienhart (80.) einen Zwei-Tore-Rückstand gedreht. Ramy Bensebaini (3./Handelfmeter) und Breel Embolo (13.) hatten die Borussia in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung gebracht.

Die Borussia verhinderte eine Woche nach der Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln damit den nächsten Nackenschlag und haben den Klassenerhalt auch rechnerisch so gut wie sicher. Der SC Freiburg bleibt auf dem Europa-League-Platz, hat es aber verpasst, den Rückstand auf Rang vier zu verkürzen.

0:6-Klatsche im Hinspiel

Die Borussia war in Freiburg gleich um doppelte Wiedergutmachung bemüht. Zum einen ging es darum, die 1:4-Derby-Niederlage gegen den 1. FC Köln aus der Vorwoche aus den Knochel zu schütteln. Zum anderen galt es Revanche für die 0:6-Klatsche aus dem Hinspiel gegen den SC Freibrug zu nehmen.

Und die Borussia legte einen Blitzstart hin, wenn auch mit Hilfe des Video-Assistenten. Nicolas Höfler hatte bei einer Hereingabe von Jonas Hofmann den Ball im Strafraum an die Hand bekommen. Schiedsrichter Benjamin Brand zeigte nach Ansicht der Video-Bilder auf den Punkt. Bensebaini verwandelte sicher ins rechte untere Eck (3.).

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Embolo schließt Konter perfekt ab

Die aktivere Mannschaft war eigentlich der SC Freiburg. Mönchengladbach spielte auf Konter. Und das in der 13. Minute auch sehr erfolgreich. Hofmann schickte Embolo auf die Reise, der sich im Strafraum Nico Schlotterbeck vom Leib hielt und trocken ins kurze Eck traf - 2:0.

Freibrug blieb aktiv. Wirklich gefährlich wurde es aber erst in der 16. Minute, als der Ex-Gladbacher Vincenzo Grifo Torhüter Yann Sommer zu einer Glanzparade zwang.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurde der SCF vor allem nach ruhenden Bällen gefährlich. Im Hinspiel hatte Freiburg nach Standards gleich vier Tore erzielt. Jetzt verpasste Roland Sallai nach einer Ecke den Anschlusstreffer aber knapp (33.). Gladbach zog sich weit zurück, überstand die Minuten bis zur Pause aber unbeschadet.

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Grifo trifft vom Punkt

Die zweite Halbzeit begann genauso wie die erste - mit einem Elfmeter nach Videobeweis. Dieses Mal allerdings für den SC Freiburg. Stefan Lainer hatte Höfler bei einer Ecke am Fuß getroffen. Grifo trat an und verwandelte genauso sicher wie Bensebaini in der ersten Hälfte.

Und es wurde noch schlimmer für die Gladbacher. Denn in der 61. Minute nahm sich Günter aus 22 Metern ein Herz und versenkte den Ball unhaltbar für Sommer flach im rechten Eck. Die Führung der Borussia war dahin, der Ausgleich für die Breisgauer war aber durchaus verdient.

Und Freiburg drängte nun auch auf die Führung. Maximilian Eggestein versuchte es nach 67 Minuten mit einer Direktabnahme, traf aber den Ball nicht richtig und stellte Sommer so vor keine Probleme.

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Lienhart dreht das Spiel

Aber wie im Hinspiel war es dann ein Standard, der der Borussia das Genick brach. In der 80. setzte sich Lienhart bei einer Ecke gegen Embolo durch und wuchtete den Ball aus fünf Metern ins Tor. Sommer war ohne Abwehrchance.

Borussia schaffte es in Schlussminuten nicht, offensiv gefährlich in Erscheinung zu treten. Stattdessen blieb Freiburg die balldominante Mannschaft und hätte zwei Minuten vor Schluss fast noch das vierte Tor nachgelegt. Aber Bensebaini kratzte einen Kopfball von Jonathan Schmid noch von der Linie.

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Stindl trifft doch noch

So bleib Glabdach doch im Spiel und kam in der dritten Minute der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Stindl hatte im Strafraum zu viel Platz und köpfte eine Flanke von der rechten Seite zum umjubelten Ausgleich ins Tor.

Für die Borussia geht es aufgrund des Feiertags am kommenden Montag (20.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig weiter. Der SC Freiburg gastiert am Samstag (18.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim.

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Quelle: lt