Japans Fußballer Maya Yoshida

Schalke arbeitet am Kader - Yoshida kommt, Mendyl weg

Stand: 05.07.2022, 08:32 Uhr

Schalke arbeitet fleißig weiter an seinem Kader für die Bundesliga: Aus Genua kommt der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft. Er ist ein absoluter Defensiv-Fachmann.

Schalke ist ein Abenteuer, ganz klar. Das findet auch Maya Yoshida. Der 33-jährige Abwehrchef von Sampdoria Genua veranschiedete sich am Montag mit folgenden Worten auf der Sampdoria-Homepage von seinem Klub: "Liebe Sampdoria und liebe Sampdorianer, ich möchte mich bei euch allen bedanken. Es war eine fantastische Erfahrung und ein wunderbares Abenteuer. Aber jetzt bin ich bereit für ein neues Abenteuer."

Der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft wird ins Ruhrgebiet kommen, das bestätigte der Klub am Dienstag. Der Japaner unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2023. Schalke bekommt damit ablösefrei (Yoshidas Vertrag in Italien ist ausgelaufen) einen wirklich erfahrenen Mann für die Defensive, der mit vielen Wassern gewaschen ist.

Viel Erfahrung aus internationalen Spielen

Yoshida gibt nicht nur seit 2010 im Nationalteam den Ton an, er sammelte vor allem enorm viel Erfahrung in der Premier League. Von 2012 bis 2020 spielte er in der Innenverteidigung des FC Southampton - ihm macht in der Defensiv-Organisation eines Teams keiner mehr etwas vor.

Für Schalke wäre der Transfer Gold wert, nachdem das Team Yoshidas Landsmann Ko Itakura nicht halten konnte und zu Borussia Mönchengladbach ziehen lassen musste. Mit Yoshida bekommt man nun eine günstigere Variante, die zudem über noch mehr Erfahrung verfügt.

Zwei blutjunge Innenverteidiger verpflichtet

Der Schalker Erstligakader nimmt damit so langsam Kontur an. In allen Mannschaftsteilen wurden teils gravierende personelle Veränderungen vorgenommen. Fürs Tor kam Alexander Schwolow von Hertha, für die Innenverteidigung wurden mit Ibrahima Cissé (21, KAA Gent) und Leo Greiml (20, Rapid Wien) zwei blutjunge Leute für die Position neben Yoshida geholt.

Im Mittelfeld werden Florent Mollet (Montpellier) und Tom Krauß von RB Leipzig ihren Hut in den Ring werfen. Bleibt noch der Angriff, in dem S04 auf den ersten Blick am meisten der Schuh drückt. Mit Sebastian Polter wurde aus Bochum ein Typ Brecher geholt, der Simon Terodde und Marius Bülter sehr ähnelt. Da täte noch mehr Schnelligkeit und Wendigkeit gut.

Verliehene Spieler kehren zurück, Mendyl weg

Vielleicht denkt man auf Schalke da ja auch an einen zuletzt verliehenen Spieler, der erst einmal zurückkehren wird: Amine Harit. Der 25-Jährige wird von Olympique Marseille nicht weiter beschäftigt. Wie übrigens fünf weitere verliehene Spieler ebenfalls bei ihren Leih-Vereinen keine Zukunft haben und erst einmal wieder auf der Schalker Gehaltsliste landen, wenn sie keinen neuen Klub finden: Ozan Kabak, Can Bozdogan, Rabbi Matondo, Hamza Mendyl, Levent Mercan und Timo Becker.

Zumindest Hamza Mendyl ist man schon einmal losgeworden. Der 24 Jahre alte marokkanische Nationalspieler, der zuletzt an den türkischen Club Gaziantep FK verliehen war, schließt sich dem belgischen Erstliga-Club OH Leuven an. "Wir haben offen kommuniziert, dass wir die Zukunft von Hamza nicht auf Schalke sehen. Deshalb ist der Wechsel aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht für alle Seiten die beste Lösung", sagte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder.

Frank Kramer neuer Trainer auf Schalke

Sportschau 07.06.2022 01:15 Min. Verfügbar bis 07.06.2023 ARD Von Jan Wochner


Dennoch ist das noch viel Ballast für den aufgeblähten Kader, der aktuell 32 Spieler umfasst. Trainer Frank Kramer wird froh sein, wenn Sportdirektor Schröder da in den nächsten Tagen noch etwas aufräumen kann.

Quelle: oja