Schalkes Desaster - Dienstag kann der Abstieg perfekt sein

Schalkes Huntelaar enttäuscht

Schalkes Desaster - Dienstag kann der Abstieg perfekt sein

Was seit Monaten klar ist, steht nun unmittelbar bevor. Eine Niederlage am Dienstag bei Arminia Bielefeld könnte den ersten Abstieg des FC Schalke 04 aus der Fußball-Bundesliga seit 1988 besiegeln.

"Alles wird dann passieren, wann es passieren soll", sagte der desillusioniert und mitgenommen wirkende Trainer Dimitrios Grammozis. Hoffnung, dass die Königsblauen noch einmal die Kurve kriegen, hat auch der fünfte Schalker Coach in dieser Saison schon lange nicht mehr. "Wir waren in den vergangenen Wochen immer realistisch und haben zweigleisig geplant", so Grammozis.

Schalke desolat und "nicht wettbewerbsfähig"

Vorausgegangen war wieder einmal eine desolate Vorstellung seiner Mannschaft. Mit 0:4 ging das abgeschlagene Tabellenschlusslicht am Samstag beim SC Freiburg unter.

"Wir müssen uns bei den Fans für diese Vorstellung entschuldigen", kommentierte Grammozis die 20. Saisonniederlage, mit der Schalke seinen Negativrekord aus der Spielzeit 1982/83 eingestellt hat. Auch Torwart Ralf Fährmann wollte nichts beschönigen: "Wir waren chancenlos und nicht wettbewerbsfähig."

Schalke-Trainer Grammozis: "Die Art und Weise hat mir nicht gefallen" Sportschau 17.04.2021 00:19 Min. Verfügbar bis 17.04.2022 Das Erste

Lucas Höler (7.), Roland Sallai per Foulelfmeter (22.) sowie Christian Günter (50. und 74.) erlegten die hilflosen Gäste, die mit dem Ergebnis noch gut bedient waren. 13 Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz 16 - bei nur noch fünf ausstehenden Spielen. Das ist eigentlich nicht mehr aufzuholen.

Mit Leistungen wie jener in Freiburg schon gar nicht. Es scheint nur noch darum zu gehen, wenigstens in Würde abzusteigen.

Grammozis im Sommer schon wieder weg?

Das desaströse Auftreten der Schalker sorgte für Häme der eigenen Fans in den sozialen Netzwerken: "So geht es direkt weiter runter in die 3. Liga", schrieb ein enttäuschter Anhänger.

Gleichzeitig stellte sie auch die Zukunftsfähigkeit der momentanen Konstellation in Frage. "Ich könnte mir vorstellen, dass es im Sommer den nächsten Trainer geben könnte", sagte der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann bei Sky: "So können sie nicht in die 2. Liga gehen."

Gegner bekundet schon Mitleid

Tatsächlich scheint die Gefahr groß, dass der eigentlich für den Neuaufbau vorgesehene Grammozis bereits vor dem Gang in die Zweitklassigkeit "verbrannt" sein könnte. Egal wie die Entscheidung ausfällt, es warten unruhige Zeiten auf den Klub, den Verbindlichkeiten in Höhe von 217 Millionen Euro drücken.

Wie bemitleidenswert die aktuelle Situation der Schalker ist, zeigt auch die Reaktion des Gegners nach der neuerlichen Pleite: "Ich werde sie sehr vermissen", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich: "Ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie schnell zurückkommen. Schalke ist so ein großer Verein mit einer ganz, ganz großen Geschichte." Doch die geht vorerst in der 2. Liga weiter.

cl/sid | Stand: 18.04.2021, 11:02