Schalke- und Köln-Profis ziehen bei Gehaltsverzicht nach

Wappen vom 1. FC Köln und Schalke 04

Schalke- und Köln-Profis ziehen bei Gehaltsverzicht nach

  • Spieler stimmen Gehaltsverzicht zu
  • Auch Trainer verzichten auf Gehalt
  • Entlastung im Millionenbereich

Nach Borussia Mönchengladbach und dem BVB verzichten nun auch die Profi-Spieler von Schalke und Köln in der Corona-Krise auf einen Teil ihrer Gehälter. Darauf einigten sich beide Vereine mit ihren Spielern am Freitag (27.03.2020).

Über die Details des Gehaltsverzichts beim 1. FC Köln sind keine Einzelheiten bekannt. "Wir haben besprochen, dass wir das intern behalten wollen", sagte Cheftrainer Markus Gisdol. Der FC Schalke 04 hat sich mit seinen Spielern auf einen prozentualen Verzicht von Gehältern und Prämien zunächst bis zum 30. Juni 2020 verständigt.

Vorstand und Trainer leisten ebenfalls Beitrag

"Diesen überaus wertvollen Beitrag begründete der Mannschaftsrat vor allem damit, dem Verein und damit knapp 600 Mitarbeitern der Königsblauen Unterstützung zum sicheren Erhalt ihrer Arbeitsplätze leisten zu wollen", hieß es in der Mitteilung des Revierclubs. Der dreiköpfige Vorstand mit Alexander Jobst, Peter Peters und Jochen Schneider sowie der Trainer- und Betreuerstab und weitere Mitarbeiter würden "ebenfalls ihren finanziellen Beitrag leisten".

Minus von 26 Millionen Euro für das Jahr 2019

Zuvor hatte Schalkes Vorstand den Mannschaftsrat über die aktuelle existenzbedrohende Krisensituation informiert. Die Mannschaft habe "unmittelbar ihre volle Unterstützung" zugesagt. "Unsere Spieler haben damit eindrucksvoll dokumentiert, was ihnen unser Verein bedeutet. Denn es ist ein ganz klares Signal: Wir alle stehen zusammen für unseren FC Schalke 04, nicht nur in guten, sondern vor allem auch in schlechten Zeiten", sagte Sportvorstand Schneider.

Die monatliche Entlastung im Millionenbereich leiste einen wertvollen Beitrag zur Liquiditätssicherung des Vereins und helfe, "Schalke 04 als einen der größten Arbeitgeber der Region Gelsenkirchen zu sichern und zu stabilisieren". Weitere Maßnahmen über den 30. Juni 2020 hinaus seien denkbar. Schalke hatte für das Jahr 2019 einen Fehlbetrag von 26 Millionen Euro eingefahren.

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Sportschau 26.03.2020 04:16 Min. Verfügbar bis 26.03.2021 ARD

Stand: 28.03.2020, 10:43