Landesbürgschaft: Schalke erhält die Zusage vom Land NRW

Landesbürgschaft: Schalke erhält die Zusage vom Land NRW

  • FC Schalke 04 erhält Zusage für Landesbürgschaft
  • Finanzministerium NRW bestätigt die Erteilung
  • Höhe der Bürgschaft dürfte bei 31,5 Mio. Euro liegen

Über die Höhe der Landesbürgschaft machten die Gelsenkirchener in ihrer kurzen Pressemitteilung von Dienstag (28.07.2020) keine Angaben. Auszugehen ist von einem Betrag über 31,5 Millionen Euro.

Das Ministerium bestätigte auf Anfrage am Dienstag die Erteilung der Landesbürgschaft und teilte zum Verfahren mit: "Die Übernahme von Bürgschaften erfolgt seit Jahrzehnten regelmäßig im Rahmen der durch den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages gebilligten Bürgschaftsrichtlinien. Der Bürgschaftsantrag vom FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. hat, wie alle anderen Bürgschaftsanträge auch, das erprobte und bewährte mehrstufige Prüfungsverfahren durchlaufen. Hier ist nochmals festzuhalten, der Antrag ist behandelt worden wie alle anderen Anträge von Wirtschaftsunternehmen auch."

NRW-Landesbürgschaft für Schalke 04

Sportschau 28.07.2020 02:40 Min. Verfügbar bis 28.07.2021 ARD Von Jan Wochner

35-Millionen-Euro-Kredit zur Neuausrichtung

Mitte Juli war bekannt geworden, dass für die Neuausrichtung des Vereins ein Kredit in Höhe von 35 Millionen Euro nötig ist. Das ging aus einem vertraulichen Papier des NRW-Finanzministeriums hervor, das am 10. Juli in einer Sondersitzung des Finanz- und Hauptausschuss beraten wurde und dem WDR vorliegt.

In dem Schreiben an die Abgeordneten bestätigt Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU), der Verein habe außerdem einen Antrag auf eine dazugehörige Landesbürgschaft gestellt. Sie kann 90 Prozent des Kredits betragen, also 31,5 Millionen Euro.

In der Pressemitteilung von Dienstag erklärte der Verein, er habe "diese Bürgschaft in der Erwartung beantragt, bei der Entscheidung nicht anders als Wirtschaftsunternehmen aus anderen Bereichen behandelt zu werden." Der Verantwortung, die mit einer solchen Bürgschaft verbunden sei, sei sich der Verein bewusst. Zu weiteren Details werde man sich nicht äußern.

Verbindlichkeiten von 197 Millionen Euro

Die Schalker hatten das Geschäftsjahr 2019 mit Verbindlichkeiten von insgesamt 197 Millionen Euro abgeschlossen. Zu Beginn der Coronakrise hatte Alexander Jobst, Vorstand Marketing, Organisation und Vertrieb, von einer "potenziell existenzbedrohenden" Lage auf Schalke gesprochen.

Pro Geisterspiel fehlen den Königsblauen nach eigenen Angaben etwa zwei Millionen Euro an Zuschauereinnahmen. Durch den sportlichen Absturz in der Rückrunde verpasste der Klub zum dritten Mal in vier Jahren das europäische Geschäft.

Diskussion über Landesbürgschaft für Schalke in NRW Sportschau 10.07.2020 01:34 Min. Verfügbar bis 10.07.2021 Das Erste

Stand: 28.07.2020, 11:14