Schalke - viele Fragezeichen vor Hoffenheim

Schalkes Coach Dimitrios Grammozis, hier bei einer Übungseinheit im März, hat mit seiner Mannschaft das Training wieder aufgenommen.

Schalke - viele Fragezeichen vor Hoffenheim

Schalke 04 beginnt seine Abschiedsrunde aus der Fußball-Bundesliga mit einer Partie bei der TSG Hoffenheim. Wer am Samstag für Königsblau auf dem Rasen stehen wird, erscheint unklar.

Als der FC Schalke 04 am 9. Januar gegen die TSG Hoffenheim mit 4:0 gewann, war sie da: die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Immerhin war es den Königsblauen seinerzeit gelungen, eine 30 Spiele währende Negativserie zu beenden.

Und in dem dreifachen Torschützen Matthew Hoppe hatte man augenscheinlich einen Torjäger gefunden. Die Hoffnung war geboren, dass Hoppe den Klub womöglich doch noch auf den letzten Drücker aus den Abstiegsrängen würde schießen können.

Rund vier Monate später wissen es alle besser: Zu dem Sieg damals ist nur ein einziger hinzugekommen, Trainer Christian Gross ist schon lange in seine Schweizer Heimat zurückgekehrt. Und Schalke hat als bereits feststehender Absteiger aktuell eher Auseinandersetzungen mit seinen eigenen wütenden Fans, als mit gegnerischen Teams auf dem Fußballrasen auszufechten.

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"Das ist ein bisschen unberechenbar"

In dieser Gemengelage fragt sich nicht nur der gegnerische Trainer Sebastian Hoeneß, was denn da wohl am Samstag auf ihn zukommen könnte. "Das ist ein bisschen unberechenbar, was da kommt", sagte der 38-Jährige auf der virtuellen Pressekonferenz seines Vereins: "Es kann sein, dass jüngere Spieler reingeworfen werden. Es wird diesmal schwieriger sein, das zu prognostizieren."

Aber: Trotz der massiven Fan-Angriffe haben alle Schalker Spieler offenbar ihren Einsatzwillen signalisiert. "Ich kann zu 100 Prozent bestätigen, dass keiner zu uns gekommen ist, um zu sagen, dass er nicht spielen möchte", sagte Trainer Dimitrios Grammozis auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel.

Er findet sogar: "Alle sind motiviert und geben im Training Vollgas. Wir können auf alle Spieler, die einsatzfähig sind, zurückgreifen."

"Nach vorne schauen"

Die Mannschaft habe zwar einige Zeit gebraucht, "um das Ganze zu verarbeiten", nun müsse man aber wieder "nach vorne schauen und ich bin froh, dass wir uns wieder auf Fußball konzentrieren können", sagte der fünfte Schalker Coach in dieser Saison. Bis zum Saisonende wolle man "nichts herschenken", "keine Sachen anders machen" und den "vollen Fokus auf die letzten Spiele legen."

Für die Partie bei den Kraichgauern stehen Grammozis neben dem langzeitverletzten Verteidiger William (Kreuzbandriss) auch Mittelfeldspieler Omar Mascarell (Muskelfaserriss) und Abwehrmann Benjamin Stambouli (Oberkiefer) nicht zur Verfügung.

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oja/sid/dpa | Stand: 06.05.2021, 13:00