Schalke-Boss tritt gegen Heidel nach

Schalkes Aufsichtsratschef: Clemens Tönnies

Schalke-Boss tritt gegen Heidel nach

  • Schalke-Boss Tönnies schießt gegen Heidel
  • "Hat Tedesco alleine gelassen"
  • "Neuorientierung" zur kommenden Saison

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies hat den zurückgetretenen Manager Christian Heidel scharf attackiert. "Der Hauptverantwortliche hat den Kittel an den Nagel gehängt und gesagt: Er will uns nicht länger im Weg stehen. Das habe ich in der Situation nicht verstanden. Ich würde Schalke nie im Stich lassen", sagte der 62-Jährige am Montagabend (06.05.2019) im klubeigenen "Schalke TV".

Ex-Trainer Domenico Tedesco habe von Heidel zu wenig Unterstützung erhalten und sei von ihm "ein Stück weit auch alleine gelassen worden", betonte Tönnies, der die Trennung vom 33 Jahre alten Coach Mitte März bedauert.

"Bin viel zu lange ruhig geblieben"

Der Schalke-Boss meinte, er sei "viel zu lange ruhig geblieben. Die Kritik, die ich nach innen getragen habe, hätte ich auch öffentlich machen müssen, weil ich einfach sehe, dass wir diese Saison vergeigt haben. Wenn ich gewusst hätte, das wir um den Abstieg kämpfen, hätte ich viel eher reagiert."

Schalke will Krise nutzen

Gleichzeitig versprach Tönnies aber, diese Krise zu nutzen, "um Schalke wieder richtig auf die Beine zu stellen". Bei der "Neuorientierung" zur kommenden Saison werde der Kader reduziert und das Team rund um die Mannschaft breiter aufgestellt.

So ganz frei von Schuld wollte - oder konnte - sich der 62-Jährige dann aber auch nicht sprechen: "Ich bin zum Teil mitverantwortlich, aber ich werde mithelfen, den Schalke-Zug auf die Schiene zu stellen. Und dann werden wir wieder angreifen."

Stand: 07.05.2019, 10:59