SCP will den Hoffenheim-Fluch brechen

Paderborns Trainer Steffen Baumgart gibt Anweisungen

SCP will den Hoffenheim-Fluch brechen

Von Lukas Thiele

  • Paderborn empfängt Hoffenheim am Samstag
  • SCP hat noch nie gegen TSG getroffen
  • Innenverteidiger Schonlau fraglich

Seit dem Amtsantritt von Trainer Steffen Baumgart im April 2017 war die Offensive das Prunkstück des SC Paderborn. Mit 90 Toren in der 3. Liga und 76 Toren in der 2. Liga ballerten sich die Ostwestfalen zu zwei Aufstiegen in Folge. In der Bundesliga ist das bislang aber eine andere Geschichte. Mit 30 Treffern stellen die Paderborner den drittschwächsten Angriff der Liga.

Die Chancen, dass sich das am Wochenende ändert sind gering, zumindest statistisch gesehen. Denn am Samstag kommt die TSG Hoffenheim in die Benteler-Arena und gegen die hat der SCP in bislang fünf Aufeinandertreffen noch überhaupt kein Tor erzielt. Ein 0:0 im März 2015 war deshalb bislang das höchste der Gefühle für den SCP in Duellen gegen die TSG. Beim 0:3 im Hinspiel in dieser Saison waren die Paderborner sogar chancenlos.

"Selbst, wenn Zingerle nach vorne läuft"

Für das Rückspiel am Samstag stellt Baumgart deshalb eine einfache Rechnung auf: "Wir müssen ein Tor erzielen, sonst werden wir auf keinen Fall gewinnen", sagte er auf der Pressekonferenz am Mittwoch (20.05.2020). "Wer das Tor am Ende macht, ist mir eigentlich egal. Selbst, wenn Leopold Zingerle nach vorne läuft."

Ein Sieg wäre für die Ostwestfalen überlebenswichtig. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz, bei noch acht ausstehenden Spielen. "Grundsätzlich wissen wir, dass es für uns darum geht, drei Punkte zu holen. Das muss auch das erklärte Ziel sein gegen eine sehr gute Hoffenheimer Mannschaft", sagte Baumgart.

TSG im Formtief

Da kommt es dem SCP möglicherweise recht, dass es auch bei der TSG derzeit nicht rund läuft. Aus den vergangenen sechs Spielen holten die Kraichgauer nur zwei Punkte. Am vergangenen Spieltag setzte es sogar eine 0:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC. Auf solche Gedankenspiele will sich Baumgart aber nicht einlassen: "Auch wenn die letzten Ergebnisse vielleicht nicht so waren, wie sie sich das vorgestellt haben, wissen wir schon, was für eine Qualität auf uns zukommt."

Ausfallen wird möglicherweise Innenverteidiger Sebastian Schonlau, der beim Spiel in Düsseldorf am vergangenen Samstag (0:0) einen Schlag auf den Fuß bekommen hat. "Ich gehe aber davon aus, dass der spielen wird, weil er einer ist, der auf die Zähne beißen kann", ist Baumgart dennoch hoffnungsvoll. Denn mit dem langzeitverletzten Luca Kilian (Oberschenkelsehne) fällt der zweite etatmäßige Innenverteidiger noch weiter aus. Er befindet sich im Aufbautraining. Zurückkehren wird dagegen wohl Sven Michel. Er stand in Düsseldorf aufgrund einer Zahn-OP nicht im Aufgebot.

Bilanz des ersten Geisterspieltags Mittagsmagazin 18.05.2020 02:41 Min. Verfügbar bis 18.05.2021 Das Erste

Stand: 20.05.2020, 20:01