Abstiegskampf: Paderborn lebt noch

Die Spieler des SC Paderborn feiern den Sieg gegen Frankfurt.

Abstiegskampf: Paderborn lebt noch

Von Lukas Thiele

  • Sieg gegen Frankfurt überlebenswichtig
  • Baumgart bemängelt Chancenverwertung
  • Transfers und Trainingslager noch unklar

Begriffe wie „Pflichtsieg“ mag Steffen Baumgart überhaupt nicht. Nach dem letzten Spiel der Hinrunde gegen Eintracht Frankfurt konnte der Trainer des SC Paderborn es aber nicht vermeiden, den Begriff zumindest zu umschreiben: „Wir wollen und müssen gewinnen“, hatte Baumgart vor der Partie gesagt.

Und in der Tat war der 2:1-Erfolg der Paderborner am Sonntag (22.12.2019) nicht weniger als überlebenswichtig für den Aufsteiger. Zwar geht der SCP als Tabellenletzter in die Bundesliga-Winterpause, ist mit zwölf Punkten aber nur einen Sieg von Fortuna Düsseldorf (15 Punkte) auf den Relegationsrang entfernt. Dank der Tore von Abdelhamid Sabiri (9.) und Sebastian Schonlau (41.) darf der SCP weiter vom Klassenerhalt träumen. Daran änderte auch der Frankfurter Anschlusstreffer durch Bas Dost (72.) nichts mehr.  

Paderborn schlägt Frankfurt: Audio-Highlights

01:16 Min. Verfügbar bis 23.12.2020

Baumgart ärgert die Chancenverwertung

Baumgart zeigte sich nach dem Spiel zufrieden – allerdings mit Einschränkungen: „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, wissen aber auch, was wir besser machen müssen“, sagte er und meinte damit vor allem die mangelnde Chancenverwertung seines Teams. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ der SCP einige aussichtsreiche Möglichkeiten auf den dritten Treffer liegen und hielt die Eintracht so im Spiel.

„Am Ende machen wir uns das Leben selbst schwer“, sagte Baumgart und fasste damit gleich die komplette Hinrunde der Paderborner ganz gut zusammen. Denn der SCP hätte nach den ersten 17 Spielen durchaus ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben können. Individuelle Fehler kosteten aber des Öfteren den verdienten Lohn. So wie am vergangenen Spieltag in Mönchengladbach, wo sich die Ostwestfalen durchaus einen Zähler verdient hätten, dann aber der Borussia zwei Tore auflegte. „Natürlich kann man sagen, dass das an Erfahrung liegt. Liegt es aber nicht. Das ist einfach dumm“, sagte Baumgart danach gewohnt unverblümt.

Trainingslager und Transfers noch unklar

In der kurzen Winterpause haben die Paderborner nun Zeit, diese Fehler abzustellen. Ob der SCP vor dem Rückrundenstart gegen Bayer 04 Leverkusen (19.01.2020) auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist noch unklar. Geschäftsführer Sport Martin Przondziono hatte ursprünglich verlauten lassen, noch einen Sechser und einen Stürmer holen zu wollen. Nach dem Frankfurt-Spiel sagte er jedoch: „Wenn man das Spiel heute gesehen hat, kann man sich fragen, ob wir überhaupt was machen müssen.“

Ebenfalls unklar ist auch noch, ob der der SCP ein Trainingslager beziehen wird. „Wir prüfen das“, sagte Baumgart am Sonntag. In der Vergangenheit waren die Ostwestfalen zuhause geblieben, „weil wir hier eigentlich alles haben, was wir brauchen“, sagte Baumgart. Durch die große Nässe in diesem Jahr seien die Trainingsplätze aber in Mitleidenschaft gezogen worden.

Stand: 23.12.2019, 10:02