Eberl stellt klar: Rose bleibt bis Saisonende Gladbach-Trainer

Pressekonferenz mit Max Eberl und Marco Rose zur Trainer-Frage Sportschau 17.02.2021 36:25 Min. Verfügbar bis 17.02.2022 Das Erste

Eberl stellt klar: Rose bleibt bis Saisonende Gladbach-Trainer

Marco Rose bleibt trotz Kritik aus der Fanszene bis zum Saisonende Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das stellte Sportdirektor Max Eberl am Mittwoch klar.

"Ich war auch traurig über seine Entscheidung. Ich bin aber total davon überzeugt, dass Marco bis zum letzten Tag alles geben wird. Es ist nicht eine Sekunde darüber nachgedacht worden, ob er vorzeitig freigestellt wird", sagte Eberl während der Pressekonferenz zum Spiel gegen Mainz 05. Das Mediengespräch war aufgrund des Wechsels von Rose zu Borussia Dortmund nach Ende der Saison um einen Tag vorgezogen worden.

Rose: "Mich reizt die Aufgabe Borussia Dortmund"

Zu den Beweggründen des Wechsels sagte Rose: "Es ist die Aufgabe Borussia Dortmund, die mich reizt. In den letzten Wochen kam auch ein bisschen Druck in die Sache. Am Ende steht eine Entscheidung, die ich aus dem Gefühl heraus getroffen habe."

Viele Gladbach-Anhänger sehen den Wechsel zum BVB kritisch. Vor der Fankurve des Stadions hing am Mittwoch ein Plakat mit der Aufschrift "Kein Söldner steht über dem Verein - Sofort raus mit dem charakterlosen Schwein". Das Fanprojekt als Dachverband der Gladbach-Fans hatte erklärt, das "Thema Marco Rose bei Borussia Mönchengladbach" habe sich "für uns erledigt".

Sportdirektor Eberl betonte, dass der angekündigte Wechsel sauber abgelaufen sei. "Marco Rose hat nichts falsch gemacht, die Möglichkeit des Wechsels war im Vertrag verankert gewesen. Vertraglich war alles konform", so Eberl. Gleichzeitig ließ Eberl wissen, dass sowohl ihm als auch Rose die Entscheidung "sehr, sehr schwer gefallen" sei. Es habe in den vergangenen Tage sehr emotionale, sehr intensive, sehr offene Gespräche zwischen beiden gegeben.

Rose: "Einstellung weiter positiv"

Marco Rose

Marco Rose

Rose betonte, an seiner "Einstellung zu meinem Arbeitgeber hat sich nichts geändert, die ist weiter positiv". Auf die Frage, ob er darüber nachdenke, am Saisonende Gladbacher Spieler mit nach Dortmund zu nehmen, sagte Rose: "Wenn Marco Rose sagt, er nimmt keine Spieler mit, dann nimmt Marco Rose keine Spieler mit."

Gladbach und Dortmund sind in der Bundesliga direkte Konkurrenten um einen Platz in der Champions League, im Viertelfinale des DFB-Pokals treffen beide Klubs am 2. März direkt aufeinander.

Seoane: "Gebe keinen Kommentar dazu ab"

Der als möglicher Rose-Nachfolger gehandelte Gerardo Seoane vom Schweizer Fußball-Meister Young Boys Bern hat das kolportierte Interesse nicht kommentiert. "Ich nehme das zur Kenntnis, aber gebe keine Stellungnahme zu Gerüchten", sagte Seoane. "Ich weiß, dass Spekulationen zum Fußballgeschäft gehören. Ich konzentriere mich aber voll und ganz auf das, was ich beeinflussen kann. Meine Energie gilt der Vorbereitung auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen." Auf Gladbachs Bundesliga-Rivalen trifft Bern am Donnerstag im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League.

Der 42 Jahre alte Seoane, der auch bei Hertha BSC mehrfach gehandelt worden war, gilt in Mönchengladbach als einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge des nach Dortmund wechselnden Marco Rose. Mit Bern wurde er in seinen beiden ersten Jahren Meister, aktuell führen die Young Boys die Tabelle mit 16 Punkten Vorsprung auf den FC Basel souverän an.

sid | Stand: 17.02.2021, 15:02

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