"Lockvogel" Reus will Havertz zu Borussia Dortmund lotsen

Marco Reus (r.) und Kai Havertz

"Lockvogel" Reus will Havertz zu Borussia Dortmund lotsen

  • Marco Reus will Kai Havertz zum BVB locken
  • Reus: "Werde alles versuchen"
  • BVB-Kapitän hatte schon bei Julian Brandts Wechsel Rolle gespielt

Nach seiner erfolgreichen Mission bei Julian Brandt will sich Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus auch bei Kai Havertz als Vermittler betätigen und den Nationalmannschafts-Kollegen von Bayer Leverkusen zum BVB locken. Reus, Brandt und Havertz bereiten sich derzeit mit der DFB-Auswahl in Hamburg auf das EM-Qualifikationsspiel am Freitag (06.09.2019) gegen die Niederlande vor. Youngster Havertz wird von mehreren internationalen Topvereinen umworben, in der besten Position für einen möglichen Transfer im kommenden Sommer ist aber wohl Dortmunds Rivale Bayern München.

"Alles versuchen, ihn nach Dortmund zu lotsen"

"Ich werde alles versuchen, ihn nach Dortmund zu lotsen", sagte Reus zu "Sport1": "Ich weiß nicht, wie weit es ablösesummentechnisch noch in die Höhe geht und es Dortmund vielleicht nicht zu viel ist. Aber ich werde mein Bestes geben. So, wie ich es bei Julian (Brandt) gemacht habe."

Brandt war im Sommer für rund 25 Millionen Euro von Leverkusen nach Dortmund gewechselt und hatte später erklärt, dass das Werben von Reus bei der Nationalmannschaft "definitiv ein Grund war". Und in Brandt habe er nun "ja noch einen Verbündeten, der ihn noch sehr gut kennt", sagte Reus schmunzelnd. Für den 20 Jahre alten Havertz werden schon Ablösesummen von bis zu 100 Millionen Euro gehandelt. Nachdem er sich vor dieser Saison frühzeitig zu einem Verbleib beim Champions-League-Teilnehmer Leverkusen bekannte, gilt ein Wechsel 2020 als wahrscheinlich.

Bierhoff: Havertz und Brandt "werden den nächsten großen Schritt gehen müssen" Sportschau 03.09.2019 02:05 Min. Verfügbar bis 03.09.2020 Das Erste

"Enormes Potenzial"

"Der Junge hat enormes Potenzial. Das sieht man einfach", sagte Reus: "Es wird auch interessant zu sehen sein, wenn er mal eine Phase bekommt, die vielleicht nicht so gut ist und wie er dann da rauskommt. Aber wenn er stabil bleibt und ein gutes Umfeld hat, spricht nichts dagegen, dass er bald einer der Größten wird."

BVB-Manager Michael Zorc gefiel das Vorpreschen seines Kapitäns übrigens offenbar gar nicht. "Alle Beteiligten tun gut daran, sich auf die gerade laufende Saison zu konzentrieren", mahnte er im "Kicker".

Stand: 04.09.2019, 17:02