Gladbach in Leipzig - Diesmal wird Rose zur Rotation gezwungen

Marco Rose (li.) wird in Leipzig einige Änderungen vornehmen müssen

Angespannte Personallage

Gladbach in Leipzig - Diesmal wird Rose zur Rotation gezwungen

Die vielen Umstellungen beim verlorenen Bundesliga-Derby gegen Köln sorgten bei Borussia Mönchengladbach für viel Kritik. Bei RB Leipzig wird Trainer Marco Rose wieder viele Änderungen vornehmen - diesmal bleibt ihm aber auch nichts anderes übrig.

Bei vielen Fans von Borussia Mönchengladbach dürften vor dem Spiel am Samstag bei RB Leipzig (18.30 Uhr) Erinnerungen wach geworden sein. "Es wird einige Änderungen geben", kündigte Trainer Marco Rose eine Rotation in seiner Startelf im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen Manchester City (0:2) an. Zuletzt gab es beim Derby gegen Köln (1:2) viele Änderungen - die im Nachgang für viel Ärger im Fanlager sorgten.

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Lainer fällt aus - vielleicht auch Hofmann, Kramer und Bensebaini

Denn seitdem steht der bis dato enorm beliebte Rose in Mönchengladbach in der Kritik. Er sei zu sorglos mit der Wichtigkeit des Derbys umgegangen, wird ihm vorgeworfen. Und die Bekanntgabe seines Wechsels im Sommer zu Borussia Dortmund hat die Wut bei vielen Fans nochmals verstärkt.

Die Rotation in Leipzig wird - in weiten Teilen anders als gegen Köln - jedoch vor allem eine erzwungene Maßnahme sein. Stefan Lainer wird mit Oberschenkelproblemen ausfallen, Jonas Hofmann, Christoph Kramer und Ramy Bensebaini - allesamt Stammkräfte - sind fraglich.

Einzelgespräche entscheiden über die Aufstellung

Doch nicht nur Verletzungen beschäftigen die Gladbacher, auch der dichte Spielplan, der in diesen Tagen vor allem mit Spitzenspielen gespickt ist. Mittwoch Manchester City, Samstag Leipzig, Dienstag das Pokalspiel gegen Dortmund, Samstag Leverkusen.

"Das ist schon eine Menge", sagte Rose, der daher die Zeit bis zum Anpfiff dafür nutzen wird, um sich ganz genau über den Fitnesszustand seiner Spieler zu informieren. "Ich werde viele Gespräche führen, um mal reinzuhören, wen ich rausnehmen muss."

Ginters Marathon geht weiter

Matthias Ginter wäre ein Spieler, dem Rose gerne mal eine Pause gönnen würde. Der Abwehr-Chef hat in dieser Saison alle Pflichtspiele über die gesamte Distanz absolviert. "Aber ihn mal draußen zu lassen ist schwierig, weil er immer spielen will und unheimlich wichtig für uns ist", sagte Rose.

Ginter wird in Leipzig aller Voraussicht nach also einer der Stammspieler sein, der in der Startelf stehen wird. Ansonsten dürfte die Aufstellung zu einer Art Wundertüte werden - und das gegen eine Mannschaft, die mit Bayern München um den Meistertitel in der Bundesliga konkurriert.

Lob für Nagelsmann

"RB hat mit Julian Nagelsmann einen herausragenden Trainer, der sie auf ein sehr konstant hohes Niveau gebracht hat. Sie spielen guten, attraktiven Fußball, das wird eine große Herausforderung für uns", sagte Rose. "Aber wir haben auch einiges zu bieten und gehören zu den spielstarken Teams in der Bundesliga. Deswegen freuen wir uns auf das Spiel."

Stand: 26.02.2021, 13:00