Arminia Bielefeld: Das krachende Ende des Aufwärtstrends

Bielefelds Joakim Nilsson ärgert sich über sein Eigentor gegen Frankfurt.

Arminia Bielefeld: Das krachende Ende des Aufwärtstrends

Arminia Bielefeld hatte sich in der Fußball-Bundesliga in den vergangenen Wochen defensiv stabilisiert. Gegen Frankfurt war davon nichts mehr zu sehen. Jetzt steht ein richtungsweisendes Kellerduell an.

Fabian Kunze drückte es noch harmlos aus: "Es gibt defintiv schönere Tage", sagte Arminia Bielefelds Mittelfeldspieler nach der 1:5-Klatsche gegen Eintracht Frankfurt am Samstag. "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Dass es dann so in der Höhe passiert, ist natürlich bitter."

Die Bielefelder kassierten gegen die Eintracht nicht nur eine herbe Klatsche, sondern auch einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dazu hat der eigentlich abgeschlagene 1. FSV Mainz 05 am Samstag überraschend gegen RB Leipzig gewonnen (3:2) und neues Selbstvertrauen im Abstiegskampf gesammelt.

Defensive hatte sich stabilisiert

Das Bielefelder Selbstvertrauen dürfte dagegen gesunken sein. Dabei befand sich die Arminia im Aufwärtstrend. Drei Mal sind die Ostwesfalen vor dem Frankfurt-Spiel ungeschlagen geblieben und haben in diesen drei Partien kein einziges Gegentor gefangen.

Beim 3:0 gegen Stuttgart am vergangenen Spieltag hatte auch die Offensive endlich einmal funktioniert. Der Aufwärtstrend ist gegen die Eintracht nun krachend zu Ende gegangen.

"Das Spiel war durch drei Tore innerhalb von zehn Minuten entschieden. Das hinterlässt natürlich Wirkung, ich glaube, dass die Spieler auch gespürt haben, dass wenig zu bestellen ist, dass wir dazu heute nicht in der Lage sind, dass die körperlichen Voraussetzungen am Ende der Englischen Woche nicht gegeben sind", bilanzierte Trainer Uwe Neuhaus nach der Partie. Vorwürfe wollte er seiner Mannschaft nicht machen, vermisste aber die Kompaktheit der vergangenen Spiele.

Bielefelds Kunze: "Haben uns als Team nicht gut verhalten"

Sportschau 23.01.2021 01:41 Min. Verfügbar bis 23.01.2022 ARD


Kostic nicht in den Griff bekommen

Das sah auch Abwehrspieler Cedric Brunner so: "Alles, was uns in den letzten Spielen auszeichnet hat, das kompakte Verteidigen, das aggressive Draufgehen, haben wir heute komplett vermissen lassen. Heute hat man gesehen, wie schlecht man sich als Verteidiger fühlen kann, wenn man überhaupt keinen Zugriff hat", sagte er.

Insbesondere Filip Kostic haben die Bielefelder überhaupt nicht in den Griff bekommen. Mit einem Tor und drei Vorlagen war der Serbe Mann des Spiels.

Jetzt gilt es für die Arminia, den Blick schnell wieder nach vorne zu richten. Denn am kommenden Sonntag steht das Kellerduell gegen den 1. FC Köln an. Für die Arminia ist das ein richtungsweisendes Spiel. Mittelfeldspieler Marcel Hartel gab sich optimistisch: "Wir sind nach den sieben Niederlagen in Reihe in der Hinrunde stark zurückgekommen, deshalb bin ich optimistisch, dass wir das schnell abhaken und Richtung Köln schauen können."

Neuhaus: "Na klar guckt man auf die Tabelle" Sportschau 23.01.2021 00:31 Min. Verfügbar bis 23.01.2022 Das Erste

lt | Stand: 24.01.2021, 13:31

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