"Ein Spektakel für alle" - doch Leverkusen und Dortmund hadern

Erling Haaland von Borussia Dortmund jubelt im Spiel gegen Bayer Leverkusen

Fußball | Bundesliga

"Ein Spektakel für alle" - doch Leverkusen und Dortmund hadern

In einer Sache waren sich die Akteure beider Teams einig: Das 3:4 (2:1) zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund war ein Spektakel für die Zuschauer.

Es war "ein Spektakel für alle, die den Fußball lieben", sagte BVB-Trainer Marco Rose nach dem Spiel. Ähnlich begeistert zeigte sich Roses Gegenüber Gerardo Seoane. "Darum wollen Kinder Fußballer werden, darum kommen Leute ins Stadion. Viele Emotionen, viele Tore", sagte der Bayer-Trainer der Sportschau.

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Sportschau 11.09.2021 01:53 Min. Verfügbar bis 11.09.2022 ARD Von Torge Hidding


Für den Schweizer war es die erste Niederlage im fünften Pflichtspiel mit der Werkself. Trotz der Freude über das tolle Spiel seien er und sein Team aber "selbstverständlich verärgert, dass wir nach dreimaliger Führung mit leeren Händen dastehen".

Elfmeter sorgt für Diskussionen

Entschieden wurde die Partie durch einen von Erling Haaland verwandelten Foulelfmeter (77. Minute), nachdem Marco Reus im Zweikampf die Hand von Odilon Kossounou ins Gesicht bekommen und eine blutenden Wunde davongetragen hatte. "Ich wollte noch an den Ball kommen und mein Gegenspieler probiert, den Ball abzuschirmen. Dann trifft er mich mit dem Ellenbogen, das tat weh - tut es weiterhin", sagte Reus, für den es zwar kein "richtiger Schlag" des Leverkuseners war, aber dennoch eine korrekte Entscheidung.

Schiedsrichter Daniel Siebert hatte erst nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß entschieden. "Dass man es als Fußballfan nicht so empfindet, dass es ein Foul war, steht glaube ich außer Frage. Aber es wurde nach den geltenden Regeln gepfiffen", sage Rose zu der Szene.

Auch Seoane akzeptierte die Entscheidung: "Der Schiedsrichter hat einen Interpretationsspielraum, das ist auch gut so, bei solchen Situationen soll er seine Linie fahren und wir akzeptieren das sportlich."

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Sportschau 11.09.2021 01:45 Min. Verfügbar bis 11.09.2022 ARD Von Hidding Torge


Dortmund hadert mit der Gegentor-Flut

Es war die Entscheidung in einem wilden Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. "Wir haben am Ende das Glück gehabt, dass wir den Elfmeter bekommen, das 4:3 machen und das dann auch sauber bis zum Ende verteidigen", sagte Julian Brandt, der kurz nach der Pause zum 2:2 gegen seinen Ex-Klub ausgeglichen hatte, und gab zu: "Ich glaube, dass beide Mannschaften es verdient hatten, zu gewinnen."

Julian Brandt: "Beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt"

Sportschau 11.09.2021 01:35 Min. Verfügbar bis 11.09.2022 ARD


Trotz des Sieges haderten die Dortmunder mit der erneut hohen Anzahl an Gegentoren. Nach vier Spielen kommt die Borussia auf 13:9 Tore und stellt damit sowohl die beste Offensive der Liga (gleichauf mit dem FC Bayern München), als auch die hinter Hertha BSC und Greuther Fürth drittschwächste Defensive. "Wir hatten offensiv viele gute Aktionen, Torchancen und schöne Tore", sagte Rose. "Aber die Gegentore sind zu viel und machen mich sauer."

Ähnlich sah es sein Kapitän Reus: "Wir kriegen zu viele und zu leichte Gegentore. Das kostet sehr, sehr viel Kraft." Die wird der BVB in den kommenden Wochen aber brauchen. Bereits am Mittwoch geht es zum Auftakt der Champions-League-Saison zu Besiktas Istanbul.

bh | Stand: 12.09.2021, 11:05