Schlechte Laune in Leverkusen trotz Europa-League-Qualifikation

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz beim Heimspiel gegen Schalke 04.

Schlechte Laune in Leverkusen trotz Europa-League-Qualifikation

  • Enttäuschung bei Leverkusen nach Remis gegen Schalke
  • Konstellation am letzten Spieltag macht Bayer Hoffnung
  • Rudi Völler wettert gegen Schiedsrichter Aytekin

Das Minimalziel erreicht, das Traumziel noch in Reichweite: Aber trotz der sicheren Teilnahme am europäischen Geschäft herrschte bei Bayer Leverkusen nach dem 1:1 (1:0) gegen Schalke 04 am Samstag (11.05.2019) mehr Frust als Lust. "Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht und schlecht gespielt", resümierte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, der offensichtlich nicht zum zweiten Mal in Folge in der "Trostrunde" Europa League spielen will.

Havertz und Burgstaller treffen

Nach dem 16. Saisontreffer von Kai Havertz (31.) wähnte sich Bayer im Kampf um das letzte zu vergebene Champions-League-Ticket auf dem richtigen Weg, Guido Burgstaller (47.) verhagelte den Hausherren dann aber die Feierlaune.

"Wir sind vom Ergebnis enttäuscht, denn wir haben eine riesige Chance verpasst. Ich bin enttäuscht von der zweiten Halbzeit, da haben wir schlecht gespielt", sagte Trainer Peter Bosz.

Immerhin konstatierte der Nachfolger des glücklosen Heiko Herrlich, das mit der Qualifikation für die Europa League das erste Ziel erreicht sei. Aber wie auch Völler will Bosz mehr, was angesichts der Konstellation am letzten Spieltag auch im Bereich des Möglichen liegt.

Hradecky: "Vielleicht ist dieser Punkt noch Gold wert"

Sportschau 11.05.2019 01:23 Min. ARD

Konkurrenten spielen bei Titel-Kandidaten

"Wenn wir in Berlin gewinnen und ein bisschen Glück mit den anderen Ergebnissen haben, ist für uns noch die Champions League drin", sagte Bosz angesichts der Tatsache, dass die direkten Konkurrenten Gladbach gegen Dortmund und Frankfurt bei Tabellenführer München jeweils noch auf einen Titelaspiranten treffen.

"Wir haben einen Punkt gewonnen", sagte deshalb auch Torwart Lukas Hradecky, der in der 53. Minute einen Foulelfmeter von Daniel Caligiuri abgewehrt und damit Schlimmeres verhindert hatte.

Schiedsrichter-Schelte von Völler und Bosz

Die schlechte Laune von Völler und Bosz bekam vor allem Schiedsrichter Deniz Aytekin zu spüren. "Der Schiedsrichter hat sich unserem Niveau in der zweiten Halbzeit angepasst", so Bosz. Völler sagte: "Herr Aytekin hat beschlossen, dass er nur Elfmeter gibt, wenn ein Schalker Spieler fällt. Alle im Stadion haben sich gewünscht, dass er sich die Szene mit Baumgartlinger noch mal anschaut, wie er es vorher ja auch gemacht hat."

Völler spielte damit auf eine Szene eine Viertelstunde vor Schluss an, als Daniel Caligiuri Julian Baumgartlinger im Schalker Strafraum zu Fall gebracht hatte. Aytekin war sich keiner Schuld bewusst und reagierte gelassen: "Ich denke, die Bilder zeigen, dass alles so in Ordnung war. Es gibt keine einzige Szene, die diese Schelte untermauert."

Stand: 12.05.2019, 11:14