Fußballtrainer Lucien Favre

Fußball | Bundesliga

Mönchengladbachs Trainersuche: Absage von Lucien Favre

Stand: 30.05.2022, 20:14 Uhr

Borussia Mönchengladbach führt bei der Suche nach einem neuen Trainer mit mehreren Kandidaten Gespräche. Sportdirektor Roland Virkus erklärte am Montag, er rechne nicht mit einer Rückkehr von Ex-Coach Lucien Favre.

"Lucien Favre hat Borussia im Herzen, möchte aber nicht mehr in Deutschland arbeiten", erklärte Sportdirektor Roland Virkus auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Montagabend. "Sie können sicher sein, dass wir alles getan haben, aber ich glaube nicht, dass Lucien Favre in den nächsten beiden Jahren Trainer bei Borussia sein wird."

"Es ist für die Zukunft des Vereins unabdingbar, dass wir in der Trainerfrage die richtige Entscheidung treffen", sagte Virkus zur Suche nach einem neuen Trainer. "Wir haben ein klares Anforderungsprofil erstellt und sind aktuell mit mehreren Kandidaten in Gesprächen." Die Borussia steht nach der Trennung von Adi Hütter aktuell ohne Trainer für die kommende Spielzeit da.

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"Sie können sicher sein, dass wir das so schnell wie möglich erledigen wollen", versicherte Virkus den Mitgliedern. "Aber: Da wir in den letzten drei Jahren keine guten Entscheidungen getroffen haben, was den Trainer angeht, ist es immens wichtig, dass wir eine gute Entscheidung treffen." Virkus wollte seine Worte ausdrücklich nicht als Kritik an seinem Vorgänger Max Eberl verstanden wissen.

Roland Virkus zur Absage von Lucien Favre als Gladbach-Trainer

Sportschau 30.05.2022 00:34 Min. Verfügbar bis 30.05.2023 Das Erste

14,6 Millionen Euro Minus

Der Verein hat im Geschäftsjahr 2021 ein Minus von 14,6 Millionen Euro gemacht. Die roten Zahlen seien eine direkte Folge von Corona, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers. Ein Jahr zuvor hatte Gladbach einen Verlust in Höhe von 16,7 Millionen verzeichnet. Der fünfmalige Meister verfügt aber noch über ein Eigenkapital von 71,8 Millionen.

"Im Ligavergleich ist das ein sehr respektables Ergebnis", sagte Schippers. Insgesamt habe die Borussia in zwei Corona-Jahren einen Umsatzverlust von 100 Millionen verzeichnet, 70 Millionen davon seien durch Einsparungen wettgemacht worden.

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Applaus für Eberl

"Wir sind als Borussia sehr ordentlich durch diese Zeit gekommen, vor allem wirtschaftlich. Sportlich sind wir nicht zufrieden, wir haben unsere Ziele nicht erreicht", sagte Präsident Rolf Königs. Die Borussia hatte die vergangene Saison auf Rang zehn und damit erstmals seit 2010/11 nicht auf einem einstelligen Platz beendet.

Lang anhaltenden Applaus gab es, als Königs an den ehemaligen Sportdirektor Max Eberl erinnerte, der im Januar nach 23 Jahren im Verein erschöpft zurückgetreten war. "Den Applaus hat er verdient", sagte Königs: "Max Eberl hat in 13 Jahren als sportlicher Manager eine gute Arbeit für uns gemacht. Was er für uns gemacht hat, vergessen wir nicht. Am Tag seines Rücktritt waren wir traurig."

Quelle: sid