Nächste Gala: Bayer dank Havertz auf der Überholspur

Kai Havertz

Nächste Gala: Bayer dank Havertz auf der Überholspur

  • Bayer Leverkusen ist seit zwölf Pflichtspielen unbesiegt
  • Gesicht der Aufholjagd ist Offensivspieler Kai Havertz
  • Er traf allein in der Rückrunde schon acht Mal

Bayer Leverkusen bleibt in der Bundesliga auf der Überholspur - und das vor allem dank Kai Havertz. Beim 3:1 (1:0)-Erfolg in Mönchengladbach gelang dem Shootingstar der zweite Doppelpack binnen einer Woche. Fast hätte es sogar zum ersten Dreierpack seiner Karriere gereicht, doch den verhinderte kurz vor der Pause die Querlatte.

Nur Haaland erfolgreicher

Schon vor der Corona-Pause zeigte die Formkurve des 20-Jährigen nach überschaubarer Hinserie deutlich nach oben. Acht seiner zehn Saisontore schoss Havertz in der Rückrunde - nur BVB-Juwel Erling Haaland war im selben Zeitraum erfolgreicher. Und die sterile Geisterspiel-Atmosphäre scheint den Offensivakteur nur noch mehr zu beflügeln. Gegen Gladbach traf der Bayer-Kapitän, der sich in der Sturmspitze offenbar immer wohler fühlt, per Flachschuss und Foulelfmeter.

Havertz steht damit sinnbildlich für die Aufholjagd der seit zwölf Pflichtspielen unbesiegten Werkself, die in der Tabelle zunächst wieder an Gladbach vorbeizog. Der Spieler selbst gab sich bescheiden, vermied tunlichst das Wort "Ich" und sprach lieber von "Wir". Das klang dann so: "Wenn wir so weitermachen, können wir die Champions League erreichen".

Auch Trainer Peter Bosz will sein Talent nicht zu sehr hervorheben: "Wir dürfen nicht vergessen, dass es eine Klasse-Mannschaftsleistung heute war. Kai war einer davon, das war top. Da waren aber 13 andere, die so gut gespielt haben wie Kai", befand Bosz streng. Doch insgeheim wird auch der Coach wissen, dass Havertz derzeit den Unterschied macht.

Bosz: "Ich will jedes Spiel gewinnen" Sportschau 23.05.2020 01:07 Min. Verfügbar bis 23.05.2021 Das Erste

"Werden eine Lösung finden"

Wahrscheinlich folgt nach der Saison der nächste Schritt für das Riesen-Talent - die Liste der Interessenten wird jedenfalls immer länger. Der Umworbene selbst schiebt das Thema noch beiseite: "Es ist klar, dass viel spekuliert wird. Am Ende der Saison werden wir da eine Lösung finden", sagte Havertz, dessen Marktwert auch nach der Corona-Krise noch bei 80 Millionen Euro liegen soll.

Will Bayer überhaupt noch eine Chance haben, seinen Ausnahmespieler zu behalten, ist die Teilnahme an der Königsklasse wohl Pflicht. Und zumindest im Moment sieht es damit gut aus: Erstmals seit September steht die Werkself wieder auf einem Champions-League-Platz. Den gilt es nun in den verbleibenden sieben Spielen zu verteidigen.

Stand: 24.05.2020, 11:41