Fortunas Trainer Funkel lässt sich "von niemandem reinreden"

Friedhelm Funkel, Trainer des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf, gibt Anweisungen.

Fortunas Trainer Funkel lässt sich "von niemandem reinreden"

  • Bayer Leverkusen empfängt Fortuna Düsseldorf (So., 18 Uhr)
  • Kritik an Düsseldorfs Trainer Funkel wird lauter
  • Funkel spricht Klartext und bleibt gelassen

Nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen wird die Kritik an Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel lauter. Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen am Sonntag (26.01.2020/18 Uhr) gab sich der 66-Jährige jedoch gelassen. "Da ich das schon 30 Jahre mache, kann ich damit sehr gut leben", beteuerte Funkel, der seit 1991 Trainer im Profi-Bereich ist.

Energisch wurde der Routinier nur, als er sich Einmischungen bei seiner Aufstellung verbat. "Ich habe schon oft gehört, dass Spieler öffentlich gefordert werden. Da reagiere ich gar nicht drauf", sagte er: "Intern hat keiner was zu mir gesagt. Aber da würde ich auch nicht drauf hören."

"Das ist der Witz des Jahrhunderts"

Funkel wurde zuletzt unter anderem das Festhalten an Oliver Fink und Adam Bodzek vorgeworfen. "Ich stelle nicht nach Alter auf. Diese beiden Spieler haben viel für den Verein geleistet. Und auf einmal sollen sie nicht gut genug sein? Das ist der Witz des Jahrhunderts. Wenn ich der Meinung bin, dass sie spielen sollen, dann spielen sie. Da lasse ich mir von niemandem reinreden. Von niemandem."

Grundsätzliche Kritik fände er okay, so Funkel. "Dass es Wellentäler gibt, und dass es dann Kritik gibt, ist normal", sagte er: "Aber die Kritik muss glaubhaft bleiben. Das war sie in dem Fall nicht." Er wisse nicht, "woher das kommt, aber von den Verantwortlichen im operativen Geschäft wird das nicht nach außen getragen, dessen bin ich mir sicher." Zum operativen Geschäft, so erläuterte Funkel, gehören Mannschaft, Trainerteam und Vorstand. Der Aufsichtsrat nicht.

"Wir müssen nicht viel anders machen"

Wirklich viel ändern will der Coach aber nicht. "Wir müssen nicht vieles anders machen als in den letzten beiden Spielen", sagte er und ergänzte mit Blick auf die 0:1-Heimniederlage gegen den Abstiegs-Konkurrenten Werder Bremen: "Da würde ich im nachhinein grundsätzlich nichts anders machen."

In Leverkusen muss Funkel erneut auf den noch angeschlagenen Torhüter Zack Steffen verzichten. Trotz seines Eigentors bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Bremen wird wieder Florian Kastenmeier zwischen den Pfosten stehen. "Er hat über 90 Minuten eine tadellose Leistung gezeigt und hat nur in einem Moment gepatzt. Aber ich nehme ihn deshalb nicht raus. Das mache ich nicht", so Funkel.

Bayer-Coach Bosz fordert Sieg

Bayer, das mit einem 4:1-Erfolg über Paderborn in die Rückrunde gestartet war, geht als klarer Favorit in die Partie gegen den rheinischen Nachbarn. "Wir haben zu Hause schon zu viele Punkte verloren. Das wollen wir am Sonntag anders machen. Wir müssen das Spiel gewinnen", forderte Leverkusens Trainer Peter Bosz. Ihm droht der Ausfall von Linksverteidiger Wendell (Sprungelenkverletzung).

dpa/red | Stand: 24.01.2020, 15:57

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München2349
2.RB Leipzig2245
3.Bor. Dortmund2242
4.Bor. M´gladbach2142
5.Bayer Leverkusen2240
 ...  
16.Fort. Düsseldorf2217
17.Werder Bremen2217
18.SC Paderborn 072316