Kölns Trainer Gisdol sucht den "richtigen Mix"

Gisdol über Modeste: "Hat mich gefreut, wie er sich präsentiert" Sportschau 21.11.2019 00:34 Min. Verfügbar bis 21.11.2020 Das Erste

Kölns Trainer Gisdol sucht den "richtigen Mix"

  • Köln tritt am Samstag (18.30 Uhr) bei RB Leipzig an
  • Premierenspiel des neuen Cheftrainers Markus Gisdol
  • Gisdol: "Glaube, dass wir auch dort eine Chance haben"

Markus Gisdol musste lächeln. Die Frage nach Anthony Modeste und seinem angeblich belasteten Verhältnis zum französischen Angreifer belustigte den neuen Cheftrainer des krisengeplagten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. "Das ist mit einem Kontakt und einem Lächeln erledigt. Es gibt gar nichts, was zwischen uns steht", betonte der 50-Jährige am Donnerstag (21.11.2019) vor dem schweren Premierenspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim Tabellenzweiten RB Leipzig.

Aus seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim kennt Gisdol den Profi und war erfreut über die Trainingsleistungen des Stürmers, der zuletzt unter Achim Beierlorzer nur zweite Wahl gewesen war: "Es hat mich gefreut, wie er sich präsentiert hat. So wollen wir ihn sehen." Chancenlos sieht Gisdol den Tabellenvorletzten bei den Sachsen nicht, wenngleich es eine schwierige Prüfung für ihn und seine Spieler sein wird.

"Wir müssen etwas zusammenmixen, wo sich die Mannschaft wiederfindet. Wir müssen den richtigen Mix finden", sagte Gisdol auf der Pressekonferenz am Donnerstag: "Ich glaube, dass wir auch dort eine Chance haben." Der Coach berichtete, dass er schon ein sehr gutes und ausführliches Gespräch mit dem Spielerrat geführt habe, das er als sehr positiv empfunden hat.

Jonas Hector spielt zentrale Rolle

Zu seiner Spielidee in Leipzig wollte er noch nichts Konkretes sagen, so sei auch das Training ausgelegt: "Wir sollten nicht zu viel wollen, das Einfache müssen wir in den Vordergrund stellen." Die Zeit für weitere Eindrücke von seinem neuen Team in den nächsten Trainingseinheiten wolle er sich nehmen.

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"Es wird in den nächsten Wochen ein Spagat sein, was wir forcieren", sagte Gisdol. Eine zentrale Rolle in seinen Planungen spielt Kapitän Jonas Hector, der vom neuen Coach ausdrücklich für seinen Länderspiel-Auftritt gegen Nordirland (6:1) gelobt wurde.

Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen

Gisdol will den Nationalspieler aber "nicht überfrachten": "Wir müssen ein gutes Maß finden und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Wir haben viele mündige Spieler." Gisdol ließ offen, ob er in Leipzig auf Hector als Linksverteidiger oder als Sechser baut.

Stand: 21.11.2019, 14:07