Köln gegen Paderborn: Ungleiche Aufsteiger, gleiche Probleme

FC-Trainer Achim Beierlorzer (l.) kommuniziert beim Training mit Jhon Cordoba

Köln gegen Paderborn: Ungleiche Aufsteiger, gleiche Probleme

  • Köln empfängt am Sonntag den SC Paderborn zum Kellerduell
  • Der FC will gegen den Mitaufsteiger den ersten Heimsieg
  • Beide Teams haben eine ähnliche Marschroute: mutig nach vorne

Sieben Spiele, vier Punkte, Tabellenvorletzter. Die Saisonbilanz des 1. FC Köln fällt bislang ernüchternd aus. Jetzt kommt es am Sonntag (20.10.2019, 15.30 Uhr) zum Kellerduell gegen Schlusslicht und Mitaufsteiger SC Paderborn. Da drängt sich dem gemeinen FC-Fan schon die Frage auf: Wann, wenn nicht jetzt, soll es mit dem ersten Heimsieg im Fußball-Oberhaus klappen?

Auch Trainer Achim Beierlorzer.weiß, dass es keine Ausreden mehr gibt. "Paderborn, Mainz, Düsseldorf, Hoffenheim - das sind die Spiele, in denen wir punkten müssen", stellte der 51-Jährige unmissverständlich klar. Dafür brauche es "Tempo, Tiefgang und druckresistente Spieler", so der Coach.

Projekt Beierlorzer auf dem Prüfstand

Gegen die Ostwestfalen geht es für den Trainer aber nicht nur um wichtige Punkte und den Anschluss an das Mittelfeld - Köln liegt mit vier Zählern noch in Schlagdistanz zur Konkurrenz. Vielmehr steht beim 1. FC Köln das gesamte Projekt Beierlorzer auf dem Prüfstand.

Der Franke will von seiner Mannschaft einen aktiven Spielstil. Und zwar immer und unabhängig vom Gegner. Das sah in dieser Saison schon oft gut aus, auch die größten Teams setzte der FC früh unter Druck und sorgte für Momente der Konfusion in den hochbezahlten Abwehrreihen - am Ende stand aber neben vielen Komplimenten fast nie etwas Zählbares, wie etwa bei den Niederlagen gegen Dortmund (1:3) und in München (0:4).

Viel Lob, wenig Ertrag

Viel Lob, wenig Ertrag - das kennt man auch bei den Gästen nur allzu gut. Paderborn-Trainer Steffen Baumgart ist nach dem Aufstieg nicht von seiner Spielphilosophie abgerückt, in jedem Spiel zu attackieren. Das Ergebnis: Der SCP ist als einziger Klub noch sieglos.

Beierlorzer vor Paderborn: "Wir wollen das unbedingt" Sportschau 18.10.2019 00:22 Min. Verfügbar bis 18.10.2020 Das Erste

Zudem ist es oft viel zu einfach gegen die Paderborner Tore zu erzielen. Kein Team kassierte mehr Gegentreffer (19) als die Ostwestfalen. Ob Köln das ausnutzen kann, ist aber zumindest fraglich. Denn mit mageren fünf Treffern stellt der FC die harmloseste Offensive der gesamten Liga.

Zumindest personell konnte Beierlorzer am Freitag aber Entwarnung geben. Der unter der Woche angeschlagene Rafael Czichos wird wohl rechtzeitig fit. Das ist umso wichtiger, da mit dem gesperrten Jorge Meré und Lasse Sobiech (Adduktorenprobleme) zwei gelernte Innenverteidiger ausfallen. Baumgart muss seine Elf ebenfalls etwas umbauen, weil sich Abwehrspieler Uwe Hünemeier eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hat.

Zwei Aufsteiger, ähnliche Probleme

Aufsteiger, offensives System, viele Gegentore – es gibt einige Parallelen zwischen Köln und Paderborn. Die wichtigste aber ist: Beide Vereine brauchen dringend Punkte. In der vergangenen Saison gingen diese in beiden Duellen an die Ostwestfalen - aber da hieß der FC-Trainer auch noch nicht Beierlorzer.

cl/sid | Stand: 19.10.2019, 12:00