Kölns Sportchef über Trainer, Verträge und Zuschauer

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle

Kölns Sportchef über Trainer, Verträge und Zuschauer

  • 1. FC Köln will Trainerfrage bis Anfang August klären
  • Bisheriger Schaden durch die Corona-Krise: Zwölf Millionen Euro
  • Wehrle hofft bei Fans auf "bundesweit einheitliche Lösung"

Die Verlängerung von Trainer Markus Gisdol beim 1. FC Köln wird wohl in Kürze verkündet. Bis zum Trainingsstart Anfang August sei das Thema "definitiv geklärt", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle in einem Interview des "Express" und des "Kölner Stadt-Anzeigers" am Samstag (10.07.2020).

Gisdol hatte den FC im November übernommen und nach starkem Zwischenspurt auch ohne Sieg in zehn Geisterspielen zum Klassenerhalt geführt. Der gemeinsam mit Gisdol gekommene Sportchef Horst Heldt hatte Ende Juni bereits bis 2023 unterschrieben.

"Pandemie-relevante Klauseln"

Wehrle bestätigte zudem, dass der Verein in den nun abzuschließenden Verträgen mit neuen Spielern "pandemie-relevante Klauseln" verankern werden. Durch die Corona-Krise ist dem FC schon jetzt ein Schaden in Höhe von zwölf Millionen Euro entstanden. Daher könne der Verein in der kommenden Saison "kein Risiko eingehen".

Schließlich kann im Moment auch noch niemand sagen, unter welchen Bedingungen die Bundesliga weiter geht. Wehrle: "Wenn man die in diesem Szenario fehlenden Einnahmen alle als Risiko summiert, dann droht uns ein Verlust für die neue Spielzeit zwischen 20 und 25 Millionen Euro."

Hoffnung auf Fan-Rückkehr

Für den FC ware das kaum aufzufangen. Daher hofft der Sportchef, dass bald wieder Fans in die Stadien dürfen. "Ich wünsche mir eine bundesweit einheitliche Lösung, es kann aber auch sein, dass es Ländersache wird", sagte der 45-Jährige: "Die Konzepte sind in der Abstimmung."

Stand: 11.07.2020, 12:57