Beierlorzer bleibt vorerst Trainer des 1. FC Köln

Achim Beierlorzer blickt vor dem Rheinderby zwischen Düsseldorf und Köln auf die Ränge

Beierlorzer bleibt vorerst Trainer des 1. FC Köln

  • Beierlorzer sitzt auch gegen Hoffenheim auf der Kölner Trainerbank
  • Sportchef Veh setzte sich mit seinem Wunsch nach einer weiteren Chance durch
  • Derby-Pleite in Düsseldorf dritte Niederlage in einer Woche

Trotz der anhaltenden Ergebniskrise bleibt Achim Beierlorzer Trainer des 1. FC Köln. Das teilte der Verein am Dienstag (05.11.2019) mit. Gleichzeitig gab es für den 51-Jährigen einen klaren Auftrag: Im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim soll Beierlorzer gemeinsam mit der Mannschaft "die sportliche Wende schaffen".

Dass das tatsächlich gelingt, davon sind längst nicht mehr alle im Verein überzeugt. Im Gegenteil: Nach Informationen des "Express" war im Gemeinsamen Ausschuss, der laut Satzung über Trainer-Entlassungen entscheidet, sogar eine Mehrheit für die Trennung von Beierlorzer. Der scheidende Sportchef Armin Veh soll sich aber mit dem Wunsch nach einer weiteren Chance für den Franken durchgesetzt haben.

Am Montag hatten zunächst der Vorstand, dann der Vorstand mit der Geschäftsführung, anschließend der Gemeinsame Ausschuss und schließlich der Mitgliederrat unter Hinzuziehung des Vorstands getagt. Das Ergebnis ist ein Bündnis auf Zeit. Denn bei einer erneuten Niederlage gegen Hoffenheim dürften Beierlorzers Tage beim FC endgültig gezählt sein.

Beierlorzer war erst im Sommer vom Zweitligisten Jahn Regensburg nach Köln gekommen. Mit sieben Niederlagen aus den ersten zehn Ligapartien steht der Aufsteiger mit gerade einmal sieben Punkten auf Platz 17.

Derby-Niederlage eine Pleite zuviel für Beierlorzer

Nach einer Schonfrist zu Saisonbeginn, wo man die fehlenden Ergebnisse noch auf das schwere Auftaktprogramm geschoben hatte, geriet Beierlorzer zuletzt immer mehr unter Druck. Das Fass endgültig zum Überlaufen brachte die bittere Derby-Niederlage am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf, als der FC erneut offensiv ohne Durchschlagskraft blieb und haarsträubendendes Defensivverhalten zeigte.

Hinzu kommen das blamable Pokal-Aus beim Regionalligisten Saarbrücken (2:3) und mit dem 1:3 in Mainz eine weitere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.

Labbadia und Roger Schmidt mögliche Nachfolger

Bereits seit Tagen kursieren in den Kölner Medien mögliche Beierlorzer-Nachfolger. Gehandelt werden unter anderem Bruno Labbadia und der ehemalige Leverkusen-Coach Roger Schmidt. Labbadia war bis zum Ende der abgelaufenen Saison Trainer beim VfL Wolfsburg, Schmidt trainierte bis Ende Juli den chinesischen Verein BJ Sinobo Guoan. 

Schnell geklärt werden soll auch die Frage nach dem Posten des Sport-Geschäftsführers, nachdem Veh in der Vorwoche angekündigt hatte, seinen bis zum Saisonende gültigen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Zuletzt war verstärkt darüber spekuliert worden, ob Veh früher Abschied nimmt.

Stand: 05.11.2019, 12:50