Huntelaar-Rückkehr zu Schalke perfekt

Jan-Klaas Huntelaar bei seiner Vorstellung auf Schalke

Huntelaar-Rückkehr zu Schalke perfekt

Von Jörg Strohschein

Pünktlich vor dem Abstiegs-Thriller gegen den 1. FC Köln ist es offiziell: Klaas-Jan Huntelaar spielt wieder für den FC Schalke 04. Der 37-Jährige soll möglichst schon gegen die Rheinländer mithelfen, Punkte gegen die drohende Zweitklassigkeit zu sammeln.

Am Dienstagmorgen (19.01.21) stand Klaas-Jan Huntelaar noch nicht mit seinen neuen Kollegen auf dem Trainingsplatz des FC Schalke 04. Allerdings wurde der 37-Jährige am Berger Feld gesehen. Einige Vertragsdetails mussten nach der am Vortag erfolgten medizinischen Untersuchung noch geklärt werden. Die offizielle Verkündung des Transfers seitens der Gelsenkircher erfolgte schließlich am Nachmittag.

Huntelaars Vertrag bei Ajax Amsterdam wurde aufgrund seiner Verdienste für den niederländischen Rekordmeister aufgelöst. So konnten die Gelsenkirchener den Stürmer ablösefrei verpflichten.

Schneider: Huntelaar hat "unbedingten Willen"

"Die Verpflichtung von Klaas-Jan hat zwei zentrale Komponenten: Sportlich sind seine Qualitäten unbestritten, das hat er erst vergangene Woche mit einem Doppelpack erneut unter Beweis gestellt. Mindestens genauso wichtig sind seine Persönlichkeit, seine große Erfahrung und seine Verbundenheit zu Schalke 04. Letztere demonstriert er mit seiner Rückkehr und dem unbedingten Willen, seinen Teil zur Mission Klassenerhalt beizutragen", wurde Sport- und Kommunikationsvorstand Jochen Schneider auf der Klub-Homepage zitiert.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Der niederländische Angreifer selbst weiß natürlich um die angespannte Lage am Berger Feld. "Schalke gehört in die 1. Bundesliga. Es liegt jetzt in unserer Verantwortung, dass das auch so bleibt", sagte Huntelaar.

Köln-Trainer Gisdol: "Schalke hat mehr Druck"

Gegen den 1.FC Köln am Mittwochabend (20.01.21) könnte Huntelaar - falls die Spielberechtigung von der DFL zügig erteilt wird - dann schon im Kader stehen und versuchen, der Mannschaft von Trainer Christian Gross einen sportlichen aber auch mentalen Schub zu verschaffen. Denn zuletzt gegen Eintracht Frankfurt schien der Effekt der Rückkehr von Sead Kolasinac bei den Schalkern schon wieder verpufft zu sein, der beim 4:0-Erfolg gegen Hoffenheim zuvor noch als Antreiber glänzte.

Das letzte Spiel der Hinrunde gegen die Rheinländer ist für beide Teams von enormer Bedeutung. Auch die Kölner befinden sich in akuter Abstiegsnot, belegen derzeit den Relegationsplatz 16, haben allerdings mit zwölf Zählern fünf Punkte mehr auf der Habenseite als S04. "Schalke hat nach meinem Empfinden etwas mehr Druck, das Spiel gewinnen zu müssen", sagte FC-Trainer Markus Gisdol vor der Begegnung.

Torarmut auf beiden Seiten

Ahnlich wie die Königsblauen haben die Kölner große Probleme - vor allem im Angriff. Seit fünf Ligaspielen ist der FC ohne Tor und ohne Sieg. Sowohl die Schalker als auch die Kölner bringen es nach 16 Bundesliga-Partien gerade einmal auf mickrige 13 Treffer.

Sollten die Gisdol mit seinem Team in der Schalker Arena gewinnen, könnten sich die Kölner einen ordentlichen Vorsprung auf die Königsblauen herausspielen. Sollte allerdings das Gross-Team gewinnen, wären die Kölner vollends im Abstiegssog angekommen.

Gisdol setzt auf stabile Defensive

Die Herangehensweise der Kölner lässt sich recht eindeutig aus den Aussagen Gisdols herauslesen. "Wenn du zu null spielst, hast du mindestens einen Punkt. Das ist vielleicht nicht schön, aber wir müssen punkten. Und das können mit mir einer stabilen Defensive", so der Coach.

Da die Schalker in dieser Saison spielerisch sehr limitiert sind und über wenig Durchsetzungsfähigkeit in der Offensive verfügen, dürften auch sie vor allem Wert auf eng beieinander stehende Abwehrreihen legen. Auch wenn Trainer Gross jüngst ankündigte, das Schalker Spiel mehr nach vorne verlagern zu wollen, "weil wir ja Spiele gewinnen müssen". Zudem müsste Klaas-Jan Huntelaar mit Flanken versorgt werden, will man seine Stärken zur Geltung kommen lassen.

Markus Gisdol: "Wollen punkten, auch wenn das manchmal nicht schön ist" Sportschau 18.01.2021 00:30 Min. Verfügbar bis 18.01.2022 Das Erste

Stand: 19.01.2021, 18:32