Baumgart über die Verletzung von Skhiri Sportschau 13.10.2021 00:16 Min. Verfügbar bis 13.10.2022 Das Erste

Skhiri und Hector fallen aus - 1. FC Köln braucht Alternativen

Von Michael Buchartz

Der Tunesier Ellyes Skhiri macht sich im Mittelfeld des 1. FC Köln mehr und mehr unentbehrlich. Allerdings muss der FC am Freitagabend gegen Hoffenheim auf den formstarken Mittelfeldmann verzichten. Skhiri als Mittelfeldstratege wird dem Kölner Spiel fehlen. Auch Kapitän Hector fällt aus.

Ellyes Skhiri beim Kopfball | Bildquelle: firo/fromme

"Ellyes Skhiri wird gegen Hoffenheim auf jeden Fall ausfallen. Und ich kann auch schon sagen, zum Spiel gegen Leverkusen wird es auch eng. Danach wollen wir abwarten, wie der Heilungsprozess ist oder wie es ihm dann geht", sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Hoffenheim (Freitag, 20.30 Uhr).

Der 26-Jährige hatte sich im Spiel Tunesiens gegen Mauretanien am Knie verletzt und fehlt dem FC nun auf unbestimmte Zeit." Er wird die nächsten Spiele ausfallen, ob das jetzt zwei sind, das wissen wir einfach nicht", sagte Baumgart: "Aber es ist jetzt keine Knieverletzung, die dann auf Monate rührt."

Kurz vor dem Spiel war klar: Auch Kapitän Jonas Hector ist nicht dabei. Der Ex-Nationalspieler hat sich nach Klubangaben am Vormittag "krank abgemeldet" und ist "bereits zurück nach Köln gereist". Für Hector steht Noah Katterbach im Kader.

Leistungsträger Skhiri: Unentbehrlich im Zentrum

Wie sehr Skhiri dem FC fehlen wird, zeigte der 26-Jährige in der bisherigen Saison auf beeindruckende Art und Weise. Der "Marathon-Mann", wie Skhiri genannt wird, passt perfekt ins laufintensive, offensive System von Steffen Baumgart.

Skhiri ist beim 1. FC Köln quasi omnipräsent. Laufstark, zweikampfstark, ballsicher und seit kurzem auch noch torgefährlich. Der Tunesier agierte oft alleine im defensiven Mittelfeld - und löste die ihm gestellten Aufgaben bislang herausragend.

Skhiri entwickelt Torgefahr

In der vergangenen Spielzeit erzielte er in 32 Spielen fünf Treffer. Nun steht er nach sieben Partien schon bei drei Toren, seine Passquote liegt diese Spielzeit bei fast 90 Prozent. Er steht auf Platz sieben der Spieler mit den meisten gelaufenen Kilometern, obwohl er gegen Freiburg erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel kam.

"Wenn man sieht, wie er das zweite Tor kurz vor Schluss gegen Fürth gemacht hat, wie er vom eigenen Strafraum durchsprintet, muss man die Kappe ziehen", sagte Baumgart nach dem Doppelpack des Sechsers gegen Fürth am vergangenen Spieltag.

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Entscheidung über Zukunft spätestens nächsten Sommer

Es ist kein Wunder, dass Skhiri im Ausland längst das Interesse größerer Vereine geweckt hat. Im Sommer verhinderten die Ablöseforderungen des FC im zweistelligen Millionenbereich noch einen Wechsel. Doch der Tunesier ist keiner, der sich wegstreikt, keiner, der nun lustlos agiert.

Ganz im Gegenteil: Er spielt noch eine Stufe besser als vor dem Sommer. Spätestens 2022 wird sich seine Zukunft entscheiden. Denn nur dann könnte der FC noch eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich bekommen. Skhiri bestätigte das, betonte aber auch: "Ich fühle mich wohl hier." Ob er dennoch zu halten sein wird oder sogar den Vertrag verlängert, darf bezweifelt werden.

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Özcan bleibt als einzige Alternative übrig

Am Freitag gegen Hoffenheim braucht Steffen Baumgart zunächst jedoch Alternativen. Jonas Hector, der am ehesten die Qualität Skhiris mitbringt, leidet unter einem Infekt. Doch auch wenn Hector fit werden sollte, stellt er keine Alternative als "Sechser" dar. "Jonas wird, wenn er gesund und fit ist, auch gegen Hoffenheim links hinten spielen und nicht ins Mittelfeld rutschen", stellte Baumgart klar.

Alternative Nummer zwei, Dejan Ljubicic, überzeugte bisher zwar, spielte jedoch am Dienstag noch mit der österreichischen Nationalelf in Dänemark. Die Regenerationszeit wäre wohl zu kurz. Hinzu kommt, dass auch Ljubicic angeschlagen ist.

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"Dejo war heute erstmal beim Arzt, er ist erkältet", teilte Baumgart mit, der wohl auf Salih Özcan setzten wird und somit auf die dritte Alternative. "Salih macht einen guten Job, er kommt ja auch immer wieder rein. Er ist nicht hinten dran", sagte Baumgart. Dass dieser seine Leistungen bringen wird, bezweifelt der FC-Trainer nicht. "Wir haben mit Salih einen sehr guten Sechser. Er wird das gut machen."

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