Hecking kritisiert Umgang mit Trainern: "Uns braucht keiner"

Hecking kritisiert Umgang mit Trainern: "Uns braucht keiner"

Nach seinem Abschied von Borussia Mönchengladbach hat Dieter Hecking den allgemeinen Umgang mit Trainern im Fußballgeschäft heftig kritisiert.

"Viktoria Köln entlässt den Trainer als Tabellen-Erster am vorletzten Spieltag, Markus Anfang muss in Köln als Meister gehen, und Niko Kovac steht beim FC Bayern in Frage, obwohl er vielleicht das Double holt. Unabhängig von meiner Person zeigen die drei Beispiele, dass man uns Trainer nicht braucht. Wir können zu Hause bleiben", sagte Hecking am Samstagabend (18.05.2019).

"Selbst im Erfolgsfall muss man mit Entlassung rechnen"

"Bei Misserfolg wissen wir, was uns blüht. Aber wir dachten im Erfolgsfall geht es uns gut. Das scheint sich zu drehen, und das tut den Trainern überhaupt nicht gut", sagte der 54-Jährige, der nach zweieinhalb Jahren bei Borussia Mönchengladbach vorzeitig ausscheidet, weil der Club in Marco Rose einen neuen Coach verpflichtet hat.

"Dass man selbst im Erfolgsfall als Trainer damit rechnen muss, entlassen zu werden, ist schon eine neue Ebene. Wie soll das weitergehen?", fragte der 54-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund (0:2) rhetorisch.

Hecking schließt momentan neuen Job 2019/20 aus

Hecking selbst wird zur neuen Saison wohl keinen Club übernehmen. "Im Moment kann ich ausschließen, dass ich nächste Saison auf der Trainerbank sitze. Aber man weiß ja nie, was übermorgen ist", erklärte der Trainer.

Stand: 18.05.2019, 19:18