Das große Tauziehen um Hakimis Zukunft

Achraf Hakimi in der Champions League

Das große Tauziehen um Hakimis Zukunft

Von Michael Buchartz

  • Hakimi mit Vertrag bis 2022 in Madrid
  • BVB müsste wahrscheinlich hohe Ablöse zahlen
  • Gerüchte über Interesse von mehreren Top-Klubs
  • Hakimi: "Spielpraxis wichtig für mich"

Eine Meldung ließ am Samstag (05.04.2020) aufhorchen: Laut der spanischen Sportzeitung Marca hatte Real Madrid den Vertrag mit seinem nach Dortmund ausgeliehenen Spieler Achraf Hakimi bis 2023 verlängert. Auch wenn sein Berater das umgehend dementierte, zeigt es doch, wie kompliziert die Situation bezüglich der Zukunft des Spielers ist.

BVB müsste hohe Ablöse zahlen

Denn der Rechtsverteidiger hat mit guten Leistungen Begehrlichkeiten geweckt. Bereits 13 Torbeteiligungen verbucht er in der derzeit unterbrochenen Spielzeit der Bundesliga. Dazu kommen vier Treffer in der Champions League. Sein Marktwert hat sich in der Zeit bei Borussia Dortmund von zu Beginn 6 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) verzehnfacht. Die Leihe von Hakimi endet im Sommer.

Eigentlich scheint es sicher, dass Real Madrid sein Juwel zurückholt und mit ihm die eigene Zukunft plant. Zinedine Zidane, Trainer der Königlichen, gilt als Fan des auch offensiv einsetzbaren Hakimi. Dazu hat der marokkanische Nationalspieler bis 2022 Vertrag in Madrid. Die Verantwortlichen in Dortmund machen aber kein Geheimnis daraus, dass sie Hakimi möglichst halten wollen - und dafür wohl auch tief in die Tasche greifen würden.

Dortmund besitzt "Matching-Right"

Jedoch sind die Leistungen des 21-Jährigen nicht nur in Madrid und Dortmund aufgefallen. Quasi jede Woche kommt ein neuer Klub in der Gerüchteküche mit angeblichem Interesse dazu. Es liest sich wie das "who is who" des europäischen Spitzenfußballs: Juventus Turin, FC Chelsea, PSG oder auch der FC Bayern München.

Gemäß dem unwahscheinlichen Falle Real Madrid ließe sich doch von einem Verkauf Hakimis überzeugen, besitzt der BVB ein sogenennates "Matching-Right". Das bedeutet, die Dortmunder müssen über ein Angebot von einem anderen Klub an Real informiert werden und dürfen mit diesem gleichziehen. Allerdings haben die Schwarz-Gelben ihre Transferaktivitäten aufgrund der Coronakrise vorerst eingestellt - und könnten danach für Hakimi zu spät dran sein.

Hakimi: "Will Spielpraxis, egal wo"

Bei all dem Geschacher um das Jungtalent, bleibt natürlich noch zu berücksichtigen, was Hakimi selbst möchte. Der sagte kürzlich in einer spanischen Talkshow: "Ich will mich weiterentwickeln und weiterhin Spielpraxis sammeln. Wenn ich sie bei Madrid bekomme, freut es mich. Sonst halt woanders."

Gleichzeitig betonte er auch, er habe "keinen Kontakt" seit seinem Abgang mit Madrid gehabt und über eine Vertragsverlängerung sei mit ihm nicht gesprochen worden. Immerhin: ein Funken Hoffnung für Dortmund.

Vier Optionen - so könnte die Bundesliga-Saison enden Sportschau 12.03.2020 03:52 Min. Verfügbar bis 12.03.2021 Das Erste

Stand: 05.04.2020, 12:05