Rose lässt Mönchengladbach aufblühen

Gladbachs Trainer Marco Rose

Fußball, Bundesliga

Rose lässt Mönchengladbach aufblühen

  • Gladbach nach Kantersieg gegen Augsburg Spitzenreiter
  • Trainer Rose bleibt gelassen
  • Patrick Herrmann in Top-Form

Max Eberl erlaubte seinen Spielern gönnerhaft "eine Cola", Tony Jantschke den Fans "fünf Bier", nur Marco Rose blieb trotz der Tabellenführung von Borussia Mönchengladbach nach dem 5:1-Sieg gegen Augsburg am Sonntag (07.10.2019) weitgehend nüchtern. "Wir haben 16 Punkte, sind Spitzenreiter in einer sehr engen Liga. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte der neue Trainer der Fohlenelf nach dem Sprung auf Rang eins.

Rose tritt die Euphoriebremse

Keine Spur von Euphorie. Dabei hätte Rose nach Borussias bestem Saisonstart seit 43 Jahren durchaus Grund zu markigen Worten gehabt. Schließlich wird die Handschrift des Leipzigers immer deutlicher, beim 5:1 gegen den FC Augsburg erstmals sogar über 90 Minuten. Rose wollte davon indes nichts hören.

Hermann: "Es ist natürlich sehr schön"

Sportschau 07.10.2019 00:08 Min. Verfügbar bis 07.10.2020 ARD

"Gleich streichen", sagte er auf die Frage, ob die Borussia bei "100 Prozent Rose" angekommen sei. Ende der Durchsage. Etwas euphorischer reagierte da schon Max Eberl. Der Sportdirektor hob vor allem die 16 Zähler hervor - und die Arbeit des Trainers. "Die Mannschaft merkt, dass die Dinge, die Marco vorgibt, funktionieren, wenn man es mit Überzeugung macht", sagte Eberl.

Starke Gegner nach der Länderspielpause

Die Tabellenführung sei zwar "ein wunderbares Bild", gab Eberl zu, dürfe "uns aber nicht die Blicke vernebeln". Schließlich kämen die großen Gegner erst nach der Länderspielpause. Dann geht es für Gladbach in Liga und Pokal zu Borussia Dortmund sowie in der Europa League zweimal gegen AS Rom. "Jetzt kommen dicke Bretter. Mal abwarten", sagte auch Rose.

Zählen kann Rose dabei wieder auf Patrick Herrmann, der doppelt traf. Ein "verdammt schöner Tag" sei das gewesen, so der Flügelflitzer. Zumal Herrmann vor nicht einmal einem Jahr fast ausgemustert worden wäre und auch zu Saisonbeginn auf der Bank schmorte.

Herrmann Spieler der Stunde

Dann aber kam das Derby gegen Köln. "Da habe ich auf einmal ein Flackern in seinen Augen gesehen und gedacht: Ich glaube, der ist heiß", sagte Rose. Von nun an solle Herrmann einfach jedes Spiel wie ein Derby angehen, verriet Rose die Abmachung: "Das scheint ganz gut zu funktionieren. So kann es weitergehen."

Das gilt auch für die Borussia. Zwei Wochen lang darf Gladbach nun den Platz an der Sonne genießen, mindestens. "Ich bin echt schon lange hier, aber ich war noch nie Spitzenreiter. Ich gucke mir jetzt die Tabelle ein bisschen häufiger an", sagte Weltmeister Christoph Kramer, schob aber gleich hinterher: "Wir wissen auch, dass wir erst den siebten Spieltag haben."

sid | Stand: 07.10.2019, 11:10