Militärgruß Türkei-Nationalspieler - Fortuna Düsseldorf bezieht Stellung

Lutz Pfannenstiel am Telefon

Militärgruß Türkei-Nationalspieler - Fortuna Düsseldorf bezieht Stellung

  • Türkische Nationalspieler zeigen militärischen Gruß bei EM-Quali-Spiel
  • Fortuna Düsseldorf stellt sich vor Ayhan und Karaman
  • Europäischer Fußballverband ermittelt nach Vorfall

Beim EM-Quali-Spiel gegen Albanien am Freitag (11.10.2019) haben türkische Spieler einen militärischen Gruß gezeigt und sollen dabei Bezug auf die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien genommen haben.

Die UEFA kündigte Ermittlungen an - Bundesligist Fortuna Düsseldorf stellte sich in einer Stellungnahme vom Sonntag (13.10.2019) vor seine Spieler Kaan Ayhan und Kenan Karaman.

Solidaritätsbekundung oder politisches Statement?

In der Stellungnahme heißt es, Sportvorstand Lutz Pfannenstiel habe umgehend das Gespräch mit den Spielern gesucht und "die Position des Vereins deutlich gemacht". Beide Akteure hätten versichert, dass es sich "lediglich um eine Solidaritätsbekundung für Soldaten und ihre Angehörigen handelte, verbunden mit dem Wunsch, dass sie wieder gesund zu ihren Familien zurückkehren."

Er kenne Ayhan und Karaman seit langer Zeit und sei davon überzeugt, "dass ihnen nichts ferner lag, als ein politisches Statement abzugeben. Beide Spieler stehen für die Werte, die unser Verein lebt."

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Bild auf Instagram verbreitet

Die türkische Nationalmannschaft hatte nach dem Sieg, den Cenk Tosun mit seinem Treffer in der 90. Minute ermöglicht hatte, zudem ein Bild auf Instagram verbreitet. Darauf sind die Spieler zu sehen, wie sie in der Kabine einen Militärgruß vollziehen.

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UEFA: "Kann als Provokation gedeutet werden"

"Ich habe die Geste, die zweifellos als Provokation gedeutet werden kann, nicht gesehen", sagte UEFA-Pressechef Philip Townsend: "Politische Äußerungen sind in den Regularien aber verboten. Deshalb werden wir dem Verdacht definitiv nachgehen."

jti | Stand: 14.10.2019, 18:52