Fortuna feiert vorzeitigen Ligaerhalt bis in den Morgen

Die Fortuna-Anzeigetafel verkündete es beim Spiel gegen die Bayern: Aufsteiger Düsseldorf hat den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft.

Fortuna feiert vorzeitigen Ligaerhalt bis in den Morgen

  • Fortuna Düsseldorf feiert Klassenerhalt in der Altstadt
  • Coach Funkel: "Das Größte, was ich bisher erreicht habe"
  • Vorstandschef Schäfer erklärt: "Habe Vertrag bis 2021"

Ungeachtet der 1:4-Pleite gegen Titelverteidiger Bayern München und den Querelen in der eigenen Führungsetage hat Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf am Sonntagabend (14.04.2019) ausgelassen den vorzeitigen Klassenerhalt gefeiert.

VfB-Niederlage besiegelt Klassenerhalt

"Das haben wir uns verdient", sagte Trainer Friedhelm Funkel zu der Sause in einem Düsseldorfer Altstadtclub, die erst am Montag in den frühen Morgenstunden endete. Der Aufsteiger hatte bereits vor dem Duell mit den Bayern am Samstag jubeln können, nachdem Bayer Leverkusen durch ein 1:0 beim VfB Stuttgart die Ligazugehörigkeit der Fortuna klargemacht hatte.

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Sportschau 14.04.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 14.04.2020 Das Erste Von Christian Schulze

Die vor Saisonbeginn als Absteiger Nummer eins gehandelten Rheinländer sind mit 16 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz frühzeitig auf der sicheren Seite. "Dass wir so früh den Klassenerhalt sicher haben, gleicht einer Sensation", sagte Stürmer Rouwen Hennings.

"Abstiegskandidat Nummer 1"

Einige Spieler hatten sich die in schwarz gehaltenen T-Shirts mit durchgestrichenen Schriftzug "Abstiegskandidat Nummer 1" übergestreift, unter dem "Klassenerhalt 2019" stand. Fortuna spielt in der kommenden Saison erstmals seit den Spielzeiten 1995/1996 und 1996/1997 wieder zwei Jahre hintereinander in der Bundesliga.

"Es ist auf jeden Fall das Größte, was ich bisher erreicht habe", sagte der 65-jährige Funkel. Anerkennung für Mannschaft und Trainer gab es bei der Feier mit rund 400 Gäste auch von Vorstandschef Robert Schäfer und Aufsichtsratsboss Reinhold Ernst. Dabei bezogen sich die beide Funktionäre rein aufs Sportliche.

Vorstandschef Schäfer will nicht so einfach gehen

Ernst hatte zuvor bestätigt, dass das Kontrollgremium beschlossen habe, sich wegen eines erheblichen Vertrauensverlustes vorzeitig von Schäfer zu trennen. Der Klub-Boss will sich aber nicht so einfach vom Hof jagen lassen, wie er am Rande des Bayern-Spiels deutlich machte: "Ich habe einen bis zum 30. Juni 2021 gültigen Vertrag und habe mir nicht viel vorzuwerfen. Alles andere klären meine Anwälte."

Das Tischtuch zwischen Funkel und Schäfer war spätestens in der Winterpause zerschnitten, als Schäfer im Trainingslager quasi im Alleingang das Aus für den beliebten Coach zum Saisonende verkündet hatte, diese Entscheidung aber kurz darauf mit der Vertragsverlängerung für den 65jährigen Coach aufgrund des öffentlichen Drucks revidieren musste.

sid | Stand: 15.04.2019, 11:36