Fortuna-Chef Röttgermann von Solidarität in DFL überzeugt

Vorstandschef Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf gestikuliert (Archivbild)

Fortuna-Chef Röttgermann von Solidarität in DFL überzeugt

  • Düsseldorfer Vorstandschef hofft auf Start im Mai
  • Dieselben Regeln für alle Klubs im Training
  • Spiele ohne Fans das wahrscheinlichste Szenario

Termine auf Sportplätzen gibt es derzeit während der Corona-Krise keine im deutschen Profifußball - sehr wohl aber Daten, an denen man sich orientieren kann bzw. auf die man hoffen darf. Die DFL hat den Spielbetrieb am Dienstag (31.03.2020) bis Ende April ausgesetzt, das Training bis zum 5. April und gleichzeitig betont, die Saison bis zum 30. Juni beenden zu wollen. Eine ebenso vernünftige wie wenig überraschende Entscheidung, findet Thomas Röttgermann, Vorstandschef des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

Im Mai soll wieder der Ball rollen

Stand jetzt hoffen die Klubs also darauf, am ersten Maiwochenende wieder den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Wichtig sei, "erst dann wieder mit dem Fußball zu beginnen, wenn die Risiken, die man dabei eingeht, überschaubar sind oder möglicherweise gar nicht mehr da sind", sagte Röttgermann im Gespräch mit WDR-Reporterin Luise Kropff.

Röttgermann: "Aufnahme des Spielbetriebs im Mai gute Lösung"

Sportschau 31.03.2020 02:30 Min. Verfügbar bis 31.03.2021 ARD

Der Fortuna-Chef ist davon überzeugt, dass zwei Monate reichen, um die Saison zu Ende zu führen. Für dieses Ziel seien in der Videokonferenz der 36 DFL-Klubs "wesentliche Entscheidungen" getroffen worden - u.a. Konzepte für Spiele ohne Zuschauer sowie die Erstellung eines medizinischen Leitfadens, der für die Mannschaften verbindlich ist.

Arbeitsverträge enden am 30. Juni

Eine Saison, die über den 30. Juni hinausgeht, sei aufgrund der dann endenden Arbeitsverträge problematisch. Da die Unberechenbarkeit der Corona-Pandemie es aber unmöglich mache vorherzusehen, wie sich die Dinge entwickeln, könne es "Szenarien geben, die uns auch nicht umbringen werden", so Röttgermann.

Die Fortuna habe das Worst-Case-Szenario im Blick, derzeit stehe aber die Planung der Rahmenbedingungen im Vordergrund, die erfüllt sein müssen, damit Spiele ohne Zuschauer stattfinden können. "Das ist das aus unserer Sicht wahrscheinlichste Szenario", sagt der Fortuna-Boss.

Möglicher Starttermin wichtig für Trainingssteuerung

Letztlich werde man sich an die Rahmenbedingungen halten müssen, die von den Behörden vorgegeben werden. Es sei trotzdem wichtig, dass es jetzt ein Datum gibt, an dem die Trainer und Spieler sich und vor allem ihr Training ausrichten können, aber ob der Ball dann tatsächlich im Mai wieder rollt, bleibt abzuwarten.

Die je nach Bundesland möglicherweise unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten, gelte es im Konsens zu überwinden: "Wichtig ist, dass wir als Vereine wissen, dass wir uns an dieselben Regeln halten. Und da habe ich auch nicht das Gefühl, dass jemand ausbüxt." Röttgermann ist von der Solidarität unter den Profi-Klubs überzeugt: "Wir sind alle in einem Boot. Wir wissen, dass wir nur dann die Saison gut zu Ende spielen können, wenn wir zusammenhalten."

Stand: 31.03.2020, 21:01