Kölner Rat gibt grünes Licht für Ausbau des FC-Trainingsgeländes

Das Geißbockheim in Köln

Kölner Rat gibt grünes Licht für Ausbau des FC-Trainingsgeländes

  • Kölner Stadtrat gibt grünes Licht für Pläne des 1. FC Köln am Geißbockheim
  • Unter anderem drei Kunstrasenplätze und Nachwuchsleistungszentrum geplant
  • Klagen könnten Baubeginn des Projekts aufhalten

Der Kölner Stadtrat hat sich für die Pläne des Bundesligisten 1. FC Köln zum Ausbau des Trainingsgeländes am Kölner Geißbockheim ausgesprochen. Das entschied das Gremium mit einer Mehrheit von 52 Ja-Stimmen gegenüber 28 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen auf seiner Sitzung am Donnerstag (18.06.2020).

Ausbaupläne hatten auch für Widerspruch gesorgt

Die Ausbaupläne des 1. FC Köln auf der Gleueler Wiese in Köln-Sülz hatten im Vorfeld für Kritik und Widerspruch gesorgt. Der Verein will dort ein Nachwuchs-Leistungszentrum, drei zusätzliche Kunstrasen-Trainingsplätze und vier Kleinspielfelder bauen. Der FC braucht die Plätze nach eigenen Angaben vor allem, um für die Nachwuchsarbeit konkurrenzfähig zu bleiben. Naturschützer halten den Ausbau im Grüngürtel  für ökologisch nicht vertretbar. 

"Für alle Seiten gut"

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle teilte nach der Rats-Entscheidung über die Webseite des Vereins mit: "Wir haben über die vergangenen Jahre sehr viel Unterstützung erfahren, aber auch Widerspruch. Das gehört zu so einem Projekt dazu und ist völlig legitim. Die Entscheidung lag am Ende bei den gewählten Volksvertretern und so sollte es sein."

Mehr als 7.000 Bürger-Stellungnahmen

Die Verwaltung hatte im Vorfeld mehr als 7.000 Bürger-Stellungnahmen gesichtet und ausgewertet - so viele wie noch nie zuvor in Köln. Trotz der Zustimmung des Rates könnten Klagen von Naturschützern einen möglichen Baubeginn für das Projekt dennoch aufhalten.

Der Sportpark am Geißbockheim umfasst nach Vereinsangaben sechseinhalb Fußballplätze, das Franz-Kremer-Stadion eingerechnet. Auf diesen Plätzen trainieren und spielen 14 Mannschaften, von der U8 über die Frauen bis zu den Profis. Der Klub hatte die Ausbaupläne seit 2014 vorangetrieben.

Stand: 18.06.2020, 21:33