Fahnen des 1. FC Köln

OVG Münster kippt Grüngürtel-Pläne des 1. FC Köln

Stand: 24.11.2022, 17:34 Uhr

Im Streit um die Ausbaupläne des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln für den Grüngürtel hat das Oberverwaltungsgericht Münster ein Urteil gefällt. Und die Pläne für fehlerhaft und unwirksam erklärt.

Vorläufiger Erfolg für Naturschutzorganisation und Bürgerinitiative, Niederlage für die Stadt Köln und den 1. FC Köln: Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Ausbaupläne des 1. FC Köln für Teile des äußeren Grüngürtels gestoppt. Grund: Ein sogenannter "Abwägungsmangel" im städtebaulichen Konzept.

OVG Münster moniert handwerkliche Fehler

Laut Mitteilung des OVG Münster vom Donnerstag (24.11.2022) sei über zwei Normenkontrollanträge einer Bürgerinitiative und des Landesverbands NRW des Naturschutzbundes (NABU) mündlich verhandelt worden.

Das Gericht entschied in dieser Verhandlung, dass der im Juni 2020 beschlossene Bebauungsplan der Stadt Köln für die Erweiterung des "RheinEnergieSportparks" in Köln-Sülz, nahe des Franz-Kremer-Stadions und Geißbockheims, handwerkliche Fehler aufweise.

So gebe es bei der Planung von vier Kleinspielfeldern im Bereich der Gleueler Wiese Fehler, wodurch der gesamte Bebauungsplan unwirksam werde. Die Mängel könnten in einem "ergänzenden", neuen Planungsvorhaben behoben werden. Eine politische Mehrheit dafür ist jedoch nicht sicher.

Das Gericht ließ eine Revision gegen den Urteilsspruch nicht zu. Die Stadt Köln und der beigeladene 1. FC Köln können dagegen eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.

1. FC Köln kündigt weitere lösungsorientierte Gespräche an

Am Abend reagierte der 1. FC Köln auf der Vereins-Homepage. Weil das Gericht die Bedenken der Ausbau-Gegner hinsichtlich mangelnden Umweltschutzes nicht teilte, sondern lediglich handwerkliche Fehler bemängelte, werde man "lösungsorientiert in die weiteren Gespräche mit allen Beteiligten aus Verwaltung, Politik und Initiativen" gehen.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff erklärte: "Die vorgetragene Urteilsbegründung bestätigt grundsätzlich, dass wir den professionellen Fußball in Köln sowohl rechtlich als auch umweltverträglich innerhalb der Stadtgrenzen weiterentwickeln können."

Quelle: jti