Eberl: "Geben keinen Eckpfeiler ab und investieren keine Millionen"

Sportdirektor Max Eberl

Eberl: "Geben keinen Eckpfeiler ab und investieren keine Millionen"

  • Gladbach: Keine Spielerabgaben, keine Millioneninvestitionen
  • Eberl: "Erste Mal, dass wir keine Eckpfeiler verkaufen"
  • Viele Vereine auf dem Transfermarkt noch sehr abwartend

Borussia Mönchengladbach wird auf dem diesjährigen Transfermarkt keine Millionen-Investitionen tätigen. Das betonte Sportdirektor Max Eberl in der "Westdeutschen Zeitung" (Dienstag, 28.07.2020). Durch das Erreichen der Champions League ist der Bundesligavierte besser durch die Corona-Krise gekommen als andere Teams.

"Diese Einnahme war nicht eingeplant, deswegen hilft uns das deutlich vermehrte Geld zur Sicherung des Klubs. Es ist das erste Mal, dass wir keinen unserer Eckpfeiler verkaufen werden und den Kader so zusammenhalten", sagte Eberl. Damit ist auch klar, dass Borussia auf dem Transfermarkt zurückhaltend auftreten wird.

Eberl: "Haben keine Millionen zur Verfügung"

"Dadurch haben wir jetzt keine Millionen für neue Investitionen zur Verfügung, sondern einen kleinen Rahmen", sagte Gladbachs Sportdirektor. Trotzdem könne man zwei neue Spieler dazunehmen. Mit Hannes Wolf (RB Leipzig) wurde bereits ein Wunschspieler von Trainer Marco Rose verpflichtet, ein weiterer könnte dazukommen. "Dann sind wir am Ende quantitativ und qualitativ gut aufgestellt", befand der 46-jährige Eberl.

Spielerberater Neblung: "Viele Vereine warten ab"

Damit liegen die Borussen im Trend dieses Sommers. "Die Vereine haben ihr Schattenkabinett an interessanten Spielern erstellt. Aber viele warten ab, welche Spieler sie verkaufen", sagt der Kölner Spielerberater Jörg Neblung.

Im Endeffekt sei es "wie in jedem Jahr, nur etwas extremer", meint Neblung: "Alle warten darauf, dass die Investoren-Klubs, die reichen Vereine und die Champions-League-Teilnehmer Geld in die Hand nehmen. Und, dass das nach unten durchsickert."

dpa | Stand: 28.07.2020, 12:17