Droht Fortuna der Ausverkauf?

Dodi Lukebakio (l.) und Benito Raman (r.)

Droht Fortuna der Ausverkauf?

Von Jörg Strohschein

  • Die guten Leistungen der Fortuna haben sich herumgesprochen
  • Die Konkurrenz hat großes Interesse an den Spielern
  • Die Rheinländer müssen nach der Saison erfinderisch sein

Lukebakio droht gegen die Bayern sogar die Bank. "Die letzten zwei, drei Spiele waren nicht gut von ihm. Dodi muss sich wieder zusammenreißen", sagt Funkel. Mehr Verlass ist derzeit auf Lukebakios Stürmerkollege Benito Raman.

Der ebenfalls belgische Offensivmann hat in den vergangenen fünf Bundesligapartien vier Treffer erzielt und drei Tore vorbereitet. Der 24-Jährige, der lange als unfertiges und eher launiges Talent galt, dreht gerade so richtig auf. "Ich habe einfach mehr Selbstvertrauen als früher, fühle mich besser", sagt er. "Deshalb kann ich auch eine bessere Performance abliefern."

Gefragte Spieler

Doch die Erfolge haben auch ihre Schattenseiten. Viele Klubs sind auf die Fortuna-Spieler aufmerksam geworden. Sowohl Stöger als auch Raman werden bereits mit englischen Klubs in Verbindung gebracht. Lukebakio dürfte ebenfalls mit großer Sicherheit zurück nach Watford gehen (müssen). Und damit dürfte das Interesse der Konkurrenz noch nicht erloschen sein.

Auch Innenverteidiger Kaan Ayhan könnte wohl für eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro den Klub verlassen. Der Fluch des Düsseldorfer Erfolges. Es droht womöglich der Ausverkauf.

Angenehme Gegenwart

Die Verantwortlichen der Fortuna werden sich nach Saisonende wohl neu erfinden müssen, um eine ähnlich schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen. Vor allem die guten internationalen Kontakte von Sportvorstand Lutz Pfannenstiel dürften bei der Zusammenstellung eines neuen Kaders gefragt sein.

Doch das ist (noch) Zukunftsmusik. Die Aktualität ist für die Düsseldorfer derweil überaus angenehm. "Wir werden nicht jedes unserer ausstehenden Spiele verlieren, haben allein noch drei Heimpartien. Die werden wir ohne Stress spielen", sagt Raman. Selbst eine Niederlage könnte den Rheinländern den Frohsinn nicht mehr nehmen. "Und Bayern können wir", sagt Robert Schäfer, Vorstandschef des Klubs, mit einem Lächeln. Denn ein Heimsieg würde ja schließlich in jedem Fall den sicheren Klassenerhalt bedeuten.

Lesen Sie auf Seite 1: Warten auf das Fortuna-Wunder

Stand: 12.04.2019, 08:30