1. FC Köln: Präsident Wolf bittet Mitglieder um Verzeihung

Werner Wolf entschuldigte sich bei den FC-Mitgliedern.

1. FC Köln: Präsident Wolf bittet Mitglieder um Verzeihung

Präsident Werner Wolf vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat sich im Rahmen der Mitgliederversammlung bei den FC-Mitgliedern entschuldigt. Geschäftsführer Alexander Wehrle gab ein Treuebekenntnis ab.

"Wir haben Fehler gemacht, die ich zutiefst bedauere. Ich bitte Euch als Präsident um Verzeihung und um Entschuldigung. Es tut mir leid", sagte der in die Kritik geratene FC-Chef. Die Kommunikation sei "nicht so gewesen, wie wir es uns vornehmen und wie es präsidialen Ansprüchen genügt. Wir versprechen, alles zu versuchen, direkter und präsenter zu kommunizieren." Man habe aber auch "eine Menge bewegt".

Die Corona-Pandemie habe den FC mehr getroffen als viele andere Vereinen. Wegen des großen Stadions. Und "weil wir den Rucksack einer Kaderplanung zu tragen hatten, die nicht nachhaltig und nicht optimal war", sagte Wolf. "Wenn wir nicht gemeinsam mit der Geschäftsführung sofort angepackt hätten, wären wir heute pleite", erklärte Wolf.

FC will unter Top Zehn in Deutschland

Wolf stellte einen "Matchplan" vor, mit dem sich der FC unter den Top Zehn in Deutschland etablieren wolle. Dazu gehört unter anderem ein großes Augenmerk auf den japanischen Markt. Den Einstieg eines Investors lehnt der FC weiter ab. Zur Abschreckung und weil der Spielerberater Volker Struth öffentlich erklärt hatte, der Vorstand lebe im "Märchenland" erzählte Wolf ein "Märchen" über einen "reichen König im Norden" und seine "kühnen Pläne" mit einem "Zauberer aus dem Rheinland". Die Geschichte endete mit den Worten: "Und wenn sie nicht gestorben sind, spielen sie noch heute in der 2. Liga."

Wehrle: "Werde nicht Seifert-Nachfolger"

Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle hat den Kölnern unterdessen die Treue geschworen und explizit ausgeschlossen, neuer DFL-Chef werden zu wollen. "Ich hinterlege hier: Ich werde weder zum VfB Stuttgart wechseln, noch werde ich Nachfolger von Christian Seifert bei der Deutschen Fußball Liga", sagte Wehrle auf der digitalen Mitgliederversammlung des FC.

Wehrle, der seit Januar 2013 Finanz-Chef in Köln ist und einen Vertrag bis 2023 hat, war sowohl beim Liga-Rivale Stuttgart als auch bei der DFL gehandelt worden. Seit 2019 gehört er dem DFL-Präsidium an. Der im Sommer 2022 ausscheidende Liga-Boss Seifert wird wohl von einem Führungs-Duo ersetzt werden.

Die aus dem vergangenen Herbst verschobene Versammlung fand digital mit fast 6000 Mitgliedern statt.

dpa | Stand: 17.06.2021, 21:17