Champions-League-Fernduell zwischen Leverkusen und Mönchengladbach

Leverkusens Paulinho (l.) und Mönchengladbachs Breel Embolo jubeln

Königsklasse: Leverkusen und oder Gladbach

Champions-League-Fernduell zwischen Leverkusen und Mönchengladbach

  • Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach im Champions-League-Fernduell
  • Ähnliche Situation wie in der vergangenen Bundesliga-Saison
  • Statistik sieht Leverkusen im Vorteil

Im Rennen um die Champions-League-Plätze in der Fußball-Bundesliga grüßt das Murmeltier. Genau wie in der vergangenen Saison liefern sich Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach ein Fernduell um die Königsklasse.

Zugegeben, die Konstellation vor dem 33. Spieltag der Saison 2018/19 war eine etwas andere: Damals lagen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach drei Punkte voneinander getrennt auf den Europa-League-Plätzen fünf und sechs. Aber da Eintracht Frankfurt als Tabellenvierter den Schlussspurt sang- und klanglos vergeigte, kam es am Ende zum Zweikampf der rheinischen Klubs - den die Leverkusener am letzten Spieltag für sich entschieden. Mit einem 5:1-Triumph bei Hertha BSC überflügelte Bayer den Kontrahenten, dem nach einem 0:2 daheim gegen Borussia Dortmund nur das Trostpflaster Europa League blieb.

Peter Bosz: "Die Spieler verstehen, was auf dem Spiel steht" Sportschau 19.06.2020 00:20 Min. Verfügbar bis 19.06.2021 Das Erste

Leverkusen der Gejagte

In diesem Jahr ist die Werkself der Gejagte, mit einem Zähler Vorsprung, aber der um fünf Treffer schlechteren Tordifferenz. Der Hertha könnte auch in diesem Jahr eine entscheidende Rolle zukommen. Zunächst empfängt sie am 33. Spieltag die Leverkusener, bevor sie zum Saisonfinale nach Mönchengladbach reist.

Für Leverkusen spricht vor dem Spiel bei Hertha BSC nicht nur die Form, sondern auch die Statistik. Seit Anfang Februar hat Bayer kein Auswärtsspiel mehr verloren, während die Hertha zuletzt drei Niederlagen nacheinander verdauen musste. "Wir haben jetzt zwei Endspiele. Die Spieler wissen, worum es geht. Wir können in einer Woche alles gewinnen", sagt Bayer-Trainer Peter Bosz. Die Erfahrungen aus der vergangenen Saison sind laut Bosz für sein Team dabei sehr wertvoll. Zum Abschluss hat die Werkself mit dem 1. FSV Mainz 05 eine mehr als lösbare Aufgabe vor der Brust.

Druck ist für Mönchengladbach größer

Vom Papier her einfach könnte es am Samstag auch für Gladbach werden. Die Borussia tritt bei Absteiger SC Paderborn an, der seit Januar kein Spiel mehr gewonnen hat. Dennoch ist der Druck bei Gladbach groß, denn man kann es nicht mehr aus eigener Kraft in die Königsklasse schaffen. Dem zum Trotz kommt von Gladbachs Trainer Marco Rose eine klare Ansage: "Wir haben alle gesagt, dass wir unser großes Ziel Champion League erreichen wollen."

Marco Rose: "Wollen das große Ziel Champions League erreichen" Sportschau 19.06.2020 00:44 Min. Verfügbar bis 19.06.2021 Das Erste

Auch beide Vereine könnten sich noch qualifizieren

Auch eine weitere Konstellation könnte noch eintreffen, wenn auch nicht besonders wahrscheinlich: Sollte der aktuelle Dritte aus Leipzig die beiden letzten Partien gegen Borussia Dortmund und beim FC Ausgburg verpatzen, könnten sich die beiden Murmeltiere aus NRW, das Lösen ihrere eigenen Aufgaben vorausgesetzt, am Ende vereint auf die Königsklasse freuen.

red/sid/dpa | Stand: 20.06.2020, 08:00