BVB: Auch Rauball und Watzke kritisieren Hoeneß

Dr. Reinhard Rauball (Präsident Borussia Dortmund, l) und Hans Joachim Watzke (Geschäftsführer) auf der Mitgliederversammlunf von Borussia Dortmund

BVB: Auch Rauball und Watzke kritisieren Hoeneß

  • Rauball: "Aussagen hätte sich Hoeneß besser gespart"
  • Watzke: "Um respektvolles Verhätnis bemüht"
  • Hoeneß hatte BVB-Transferpolitik kritisiert

Nach Michael Zorc haben auch Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Uli Hoeneß vom FC Bayern für dessen Aussagen zum BVB kritisiert. "Karl-Heinz Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Clubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen. Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern", sagte Watzke der "Bild" (Dienstag. 04.08.2020).

Rauball: "Zeitpunkt sehr verwunderlich"

Auch Rauball sagte in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Aussagen hätte sich Uli Hoeneß besser gespart. Der Zeitpunkt ist auch sehr verwunderlich, schließlich haben die Bayern nächste Woche Champions League und eigentlich Besseres zu tun." Und Ex-BVB-Torhüter Roman Weidenfeller sagte der "Bild": "Da scheint der Frust mal wieder tief zu sitzen, dass sich Jude Bellingham gegen die Bayern und für den BVB entschieden hat."

Hoeneß hatte die Strategie von Borussia Dortmund, Talente zu sichten, zu entwickeln und teuer zu verkaufen, als "unklug" bezeichnet. "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein?" Außerdem behauptete Hoeneß, Bayern sei sich seinerzeit mit Jadon Sancho über einen Transfer schon einig gewesen, ehe dieser sich für den BVB entschied.

Zorc reagierte darauf recht heftig: "Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant. Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken."

Dortmunder Trainingsauftakt mit Bellingham und Moukoko Sportschau 03.08.2020 00:36 Min. Verfügbar bis 03.08.2021 Das Erste

red/dpa | Stand: 04.08.2020, 10:29