BVB gegen Schalke - Duell der Gegensätze

BVB-Kapitän Marco Reus (links) gegen Schalkes Armine Harit im Hinspiel im Dezember 2018.

BVB gegen Schalke - Duell der Gegensätze

  • Revierderby am Samstag in Dortmund
  • BVB im Titelrennen wieder in guter Form
  • Schalke steckt tief in der Krise

Vor dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am kommenden Samstag (27.04.2019/15.30 Uhr/live im Ersten) könnte die Situation der Teams nicht unterschiedlicher sein. Während der BVB im Titelrennen mit Bayern München wieder in guter Form ist, verdankt Schalke es allein den drei noch schlechter platzierten Konkurrenten Stuttgart, Nürnberg und Hannover, dass das Team noch auf einem Nicht-Abstiegsplatz steht.

"Wir wollen weiter oben dranbleiben, und dann müssen wir auch Schalke weghauen", sagte BVB-Kapitän Marco Reus, der sich beim 4:0 in Freiburg am Sonntag mit einem Tor und zwei Vorlagen wieder als Anführer bei der Jagd auf die Bayern zeigte. Gegen Schalke werde es "kein normales Spiel, das wissen wir. Aber wir spielen zu Hause, wir haben jetzt wieder Selbstvertrauen getankt".

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Bürki: "Interessantestes Spiel der Saison"

Gerade weil Dortmund mit nur einem Zähler Rückstand auf Tabellenführer München weiter voll im Meisterrennen ist und die Schalker vor dem 31. Spieltag noch große Sorgen um den Klassenverbleib haben, hat das auch live von der ARD übertragene Derby dieses Mal eine ganz besondere Würze. "Ich glaube, das ist das interessanteste Spiel der Saison - egal, wo die stehen", sagte BVB-Torwart Roman Bürki.

Damit es tatsächlich zum Titel reicht muss Dortmund wahrscheinlich "alle Spiele gewinnen", meinte Mittelfeldspieler Thomas Delaney vor den Begegnungen mit Schalke, Bremen, Düsseldorf und Mönchengladbach. Oder wie Trainer Lucien Favre sagte: "Arbeit, Arbeit, Arbeit. Fertig."

Stevens: "Wir müssen da spielen"

Während die Stimmung in Dortmund gerade wieder bestens ist, treibt das Derby Schalkes Trainer Huub Stevens Sorgenfalten auf die Stirn. "Das Programm gibt es her, dass das nächste Spiel in Dortmund ist. Wir müssen dahin, und wir müssen da auch spielen", sagte Stevens nach dem bitteren 2:5 (0:2) gegen die TSG Hoffenheim am Samstag. "Es ist etwas Spezielles, aber ich hätte es lieber etwas anders gehabt".

Die abstiegsreifen Vorstellungen seiner Mannschaft seien vor allem "eine Kopfsache. Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt, dann geht es auch in die Beine." Stevens hielt sich nach der Niederlage trotz auffälliger Defensivschwächen mit öffentlicher Kritik zurück - er befürchtet womöglich, dass Kritik das schwache Nervenkostüm der Gelsenkirchener Profis noch mehr schädigen könnte.

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Caligiuri: "Müssen an Grenzen gehen"

Also wird der 65-Jährige dazu übergehen müssen, seine psychologischen Fähigkeiten auf die Mannschaft zu übertragen. Er muss sie starkreden vor dem Derby - und diese Auseinandersetzung sollte den Schalkern per se einen Motivationsschub versetzen. "Wir müssen an unsere Grenzen gehen und alles für den Verein geben", sagte Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri. "Wir haben weiterhin alles in der eigenen Hand, das ist schon einmal wichtig".

red/dpa/sid | Stand: 22.04.2019, 11:42