Haaland heiß begehrt: Watzke schließt "Notverkauf" aus

Dortmunds Erling Braut Haaland hält sich die Hand vor den Mund, hinter ihm Dortmunds Geschaeftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Haaland heiß begehrt: Watzke schließt "Notverkauf" aus

Über die Zukunft von Erling Haaland bei Borussia Dortmund wird heftig spekuliert. Der Stürmer ist international heiß begehrt. Doch der BVB sieht sich nicht unter Druck und schließt einen "Notverkauf" aus.

FC Barcelona, Real Madrid, Manchester City - fast täglich wird Erling Haaland mit einem klangvollen Klub in Verbindung gebracht. Die Spekulationen über die Zukunft des Sturmjuwels nehmen durch die drohende Saison ohne Champions League für Borussia Dortmund immer weiter zu, doch einen Panikverkauf schließt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aus.

"Egal, was diese und die nächste Spielzeit passiert, wir müssen keinen Kredit beantragen, keine Notverkäufe machen oder Entlassungen vornehmen. Wir haben da keinen Druck, was eine gute Ausgangsposition in der heutigen Zeit ist", sagte Watzke im "DAZN"-Interview vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag bei Manchester City (21 Uhr).

Die finanziellen Folgen einer Saison ohne Königsklasse würden den BVB in Corona-Zeiten dennoch schwer treffen. Viele bedrohlicher aus BVB-Sicht ist im Falle Haaland aber: Der Norweger hat auch die sportliche Perspektive im Blick. Der 20-Jährige wird sich bei seiner Jagd nach Rekorden mit den Besten messen wollen.

Eine Saison ohne Champions League? Für Haaland eigentlich unvorstellbar. Sein Vater Alf-Inge und sein Berater Mino Raiola waren daher vor den Osterfeiertagen schon einmal in Europa unterwegs, um erste Gespräche mit interessierten Vereinen zu führen.

Watzke gibt sich dennoch gelassen. "Wir werden das mit Erling, seinem Vater und seinem Berater in Ruhe besprechen. Wir wollen ja auch, dass er gerne bei uns bleibt, dass er mit Überzeugung nächstes Jahr für den BVB Tore schießt", sagte der BVB-Boss und betonte: "Es gibt keinen Alternativplan."

Bei einer entsprechenden Ablösesumme könnten aber auch die Dortmunder schwach werden, zuletzt standen 150 Millionen Euro im Raum. Doch wer kann sich in der Pandemie eine solche Investition überhaupt leisten?

"Wir kaufen keinen Angreifer zu den Preisen, die derzeit diskutiert werden", sagte City-Teammanager "Pep" Guardiola: "Das ist unmöglich für uns. Das können wir uns nicht leisten." Barcelona ist hoch verschuldet. Der Erzrivale Real Madrid liebäugelt eher mit einer Verpflichtung von Kylian Mbappe (Paris). Zudem wäre Haaland im nächsten Sommer deutlich günstiger zu haben.

Ausstiegsklausel in Höhe von 75 Millionen Euro

In seinem bis Juni 2024 laufenden Vertrag ist eine Ausstiegsklausel für 2022 in Höhe von 75 Millionen Euro verankert. Das Risiko: Die Interessenten dürften Schlange stehen, man müsste das beste Gesamtpaket aus sportlicher Perspektive und finanziellem Anreiz auf den Tisch legen.

Der beste Ausweg für den BVB wäre es, wenn sich der Vizemeister doch noch für die Königsklasse qualifiziert.

sid | Stand: 06.04.2021, 11:00

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