Borussia Mönchengladbach - letzte Ausfahrt Conference League

Mönchengladbachs Trainer Marco Rose war nach dem 0:6 in München bedient.

Borussia Mönchengladbach - letzte Ausfahrt Conference League

Von Sebastian Hochrainer

Nach einer turbulenten Saison will sich Borussia Mönchengladbach wenigstens noch für die Conference League qualifizieren. Sollte der Klub Europa ganz verpassen, war es eine enttäuschende Spielzeit.

Bei Borussia Mönchengladbach wehren sich die Verantwortlichen vehement, wenn die aktuelle Saison kritisch gesehen wird. Schließlich habe der Klub zum ersten Mal in der Geschichte in der Champions League das Achtelfinale erreicht und im Gegensatz zu den in der Bundesliga besser positionierten Teams Eintracht Frankfurt und VfL Wolfsburg mit der Mehrfachbelastung zu kämpfen gehabt. Doch auch diese Argumente dürften kaum noch haltbar sein, wenn Gladbach am Ende komplett mit leeren Händen dasteht.

Vorentscheidung am Wochenende?

Nur dank des Pokalsiegs von Borussia Dortmund ist überhaupt noch die Chance da, dass sich Marco Rose mit einer Europa-Qualifikation verabschiedet, ehe er im Sommer zum BVB wechseln wird. Gladbach ist Siebter, Platz sechs nur noch theoretisch zu erreichen bei fünf Punkten Rückstand. Bedeutet: Entweder spielen die Borussen in der nächsten Saison in der neuen Conference League oder gar nicht international.

An diesem Wochenende könnte sich diese Frage bereits nahezu abschließend klären. Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart kann Gladbach einen Konkurrenten schonmal mit einem Sieg selbst aus dem Rennen werfen. Und: Die beiden anderen Mitstreiter sind in ihren Partien klare Außenseiter. Union Berlin spielt bei Bayer Leverkusen und der SC Freiburg gegen Bayern München.

Das Rennen um die Conference League
PlatzierungMannschaftPunktzahlTorverhältnis
6.Bayer Leverkusen5151:35
7.Borussia Mönchengladbach4659:52
8.Union Berlin4647:41
9.SC Freiburg4449:47
10.VfB Stuttgart4254:52

Sollten sich die Favoriten durchsetzen, ist Gladbach der siebte Platz bei einem eigenen Erfolg kaum zu nehmen. Und Trainer Marco Rose hat noch nicht mit seiner aktuellen Aufgabe abgeschlossen: "Ich denke noch nicht an Abschied, das wird vielleicht kommende Woche bei der Rückfahrt von Bremen so sein. Bis dahin haben wir noch etwas anzupacken. Wir haben jetzt noch ein Ziel vor der Brust. Das ist das wichtigste Spiel. Es geht um eine Menge."

Es wäre ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, die mit den Höhepunkten in der Champions League gegen Inter Mailand, Real Madrid und Schachtjar Donezk vor dem Jahreswechsel begann, aber mit dem angekündigten Weggang von Rose und einer darauf folgenden sportlichen Krise weiterging.

Hütter soll Gladbach wieder erfolgreicher machen

Nach einer überaus erfolgreichen Saison unter Rose endet die kurze Zeit des Trainers in Gladbach mit großer Ernüchterung. Viele sehen statt einer Weiterentwicklung einen Rückschritt.

Adi Hütter (kommt für 7,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt) soll der Mann sein, der Gladbach wieder in die richtige Richtung lenkt. Wenn er mit seiner neuen Mannschaft in der nächsten Saison in der Conference League dabei sein würde, wäre ihm sicher sehr geholfen.

Stand: 14.05.2021, 13:42