Eberl steht zu Rose und hat "klare Vorstellung" beim Nachfolger

Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach.

Sechs Niederlagen in Folge

Eberl steht zu Rose und hat "klare Vorstellung" beim Nachfolger

Nach der Niederlage gegen Augsburg hält die Talfahrt von Borussia Mönchengladbach an. Sportdirektor Eberl will trotzdem an Trainer Rose festhalten: "Ich sehe eine Mannschaft, die alles gibt, einen Trainer, der alles gibt", sagte er am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio".

"Ich bin heute der Meinung, dass wir einen Trainer haben, mit dem wir die Saison erfolgreich beenden können", erklärte Max Eberl. "Wir reden über einen Trainer, der vor sechs Wochen noch Bayern München und Borussia Dortmund geschlagen hat."

Seit Rose seinen Abgang zu Borussia Dortmund verkündet hatte, haben die Gladbacher alle Pflichtspiele verloren. Am Freitag gab es ein 1:3 beim FC Augsburg. Eberl äußerte erneut Verständnis für den Unmut der Fans: "Ich kann die Fans verstehen, weil Marco in seiner Antrittsrede von Weg und gemeinsamen Weg gesprochen hat."

Suche nach neuem Trainer auf der Zielgeraden

Aktuell sucht Mönchengladbachs Sportdirektor nach einem neuen Trainer. "Ich war die letzten drei Wochen viel unterwegs, habe viele gute und intensive Gespräche geführt", erklärte Eberl. Er sei bei der Suche auf der Zielgeraden.

"Wir haben eine klare Vorstellung", antwortete er auf die Frage, ob es einen klaren Favoriten gibt. Eine erneute Ausstiegsklausel für den neuen Trainer schloss Eberl nicht aus.

Gladbachs niederschmetternde Bilanz

Auch Trainer Marco Rose hatte nach der 1:3-Niederlage beim FC Augsburg einen Rücktritt ausgeschlossen. "Nein", antwortete er auf die Frage, ob er angesichts der anhaltenden sportlichen Talfahrt Konsequenzen erwäge.

Rose räumte aber ein, dass er natürlich verstehen könne, dass diese Fragen kommen. "Im Moment holen wir überhaupt keine Ergebnisse, beziehungsweise die falschen", so der Coach.

Die jüngste Bilanz von Rose ist niederschmetternd. Kein Sieg in der Bundesliga seit dem 22. Januar. Kein Sieg in den vergangenen acht Pflichtspielen - dafür nun sechs Niederlagen nacheinander.

"Der Fußballgott muss schwäbische Wurzeln haben" - Highlight-Collage Augsburg gegen Gladbach

Sportschau 12.03.2021 00:37 Min. Verfügbar bis 12.03.2022 ARD Von Philipp Eger


Champions League steht an

Nun wartet am Dienstag die Champions League. "Wir dürfen nicht aufstecken und müssen weitermachen", sagte Kapitän Lars Stindl. Mitten in der Krise müssen die Gladbacher nun auch noch nach Budapest, zum Rückspiel im Achtelfinale gegen Manchester City (Hinspiel 0:2).

Ein Spiel, das Rose offensichtlich nicht in den Kram passt. Es werde "nicht einfach, weil wir momentan andere Themen haben", sagte er und betonte: "Wir sollten keine Wunderdinge erwarten. Trotzdem fahren wir da hin, um ein gutes Spiel zu machen."

Wichtig wird für die Borussia aber vor allem die Bundesliga-Partie am kommenden Samstag bei Schalke 04. Wenn gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht kein Sieg rausspringt, dürften die Fragen zu Roses Zukunft hörbar lauter werden.

tk/cl/sid/dpa | Stand: 14.03.2021, 11:06