Gladbach-Ordner schludern beim 3G-Nachweis - Verein verteidigt sich

Die Fans im Borussia-Park kamen nur mit einem grünen Bändchen ins Stadion.

Gladbach-Ordner schludern beim 3G-Nachweis - Verein verteidigt sich

24.500 Zuschauer sahen am Sonntag den ersten Saisonsieg in der Bundesliga von Borussia Mönchengladbach gegen Arminia Bielefeld. Ihr 3G-Nachweis wurde aber nicht immer gewissenhaft kontrolliert.

24.500 Zuschauer, davon 1.500 Gäste-Fans, durften am Sonntag im Borussia-Park dabei sein, als Borussia Mönchengladbach gegen Arminia Bielefeld spielte. Sie alle hatten eins gemeinsam: Alle Besucher trugen ein Bändchen um ihr Handgelenk, das ihnen den Zutritt erlaubte. Um das zu erhalten, mussten die Fans belegen, dass sie negativ getestet, genesen oder geimpft sind - offenbar waren die Kontrollen jedoch nicht so konsequent wie nötig.

Einlass mit Bändchen, aber ohne vorgezeigten Nachweis

Schon auf den Parkplätzen sollten Ordner einen Großteil der Fans auffordern, ihren Nachweis vorzuzeigen und entsprechend das Bändchen aushändigen - wer an dieser Stelle nicht kontrolliert wird, wird vor dem Eingang noch auf 3G gecheckt. Nach WDR-Informationen bekamen einige Zuschauer auf mindestens einem Stadionparkplatz das aber schon sofort bei ihrer Ankunft übergeben, ohne sich entsprechend ausgewiesen zu haben.

So hätten die Ordner erst auf Nachfrage erklärt, dass dies das Bändchen sei, das den Zutritt in den Borussia-Park erlaubt und bescheinigt, dass man getestet, genesen oder geimpft ist. Auch nach der Aushändigung sei der Nachweis jedoch nicht angefordert worden - und die betroffenen Fans konnten ins Stadion gelangen, ohne kontrolliert zu werden.

"Kontrollen sehr gewissenhaft durchgeführt"

Die Gladbacher weisen die Vorwürfe, der Ordnungsdienst habe bei den Nachweis-Kontrollen nicht immer gewissenhaft gehandelt, zurück. "Das deckt sich nicht mit unseren Erkenntnissen. Nach unseren Aufzeichnungen und Eindrücken wurden die Kontrollen sehr gewissenhaft durchgeführt. Auch das Feedback unserer Fanvertreter und der Fans selbst war sehr positiv, die Maßgaben wurden von allen Seiten sehr gewissenhaft umgesetzt", teilte Mediendirektor Markus Aretz auf WDR-Anfrage mit. Der Verein gehe den Vorwürfen jedoch nochmal nach.

Gladbach atmet auf gegen Bielefeld: Die Audio-Highlights

Sportschau 12.09.2021 04:20 Min. Verfügbar bis 12.09.2022 ARD Von Christian Hoch


Beim Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Bielefeld durften mit 25.000 Zuschauern (rund 500 Karten wurden nicht verkauft) so viele Fans ins Gladbacher Stadion wie seit dem 7. März 2020 nicht mehr. Grund dafür war, dass erstmals wieder Stehplätze besetzt werden durften.

red | Stand: 13.09.2021, 12:49