Gladbach will nach der Pause "nochmal richtig angreifen"

Nico Elvedi (l.) und Lars Stindl

Borussen überwintern auch im DFB-Pokal

Gladbach will nach der Pause "nochmal richtig angreifen"

Problemlos hat Borussia Mönchengladbach beim 5:0 in Elversberg das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht und bleibt damit in drei Wettbewerben vertreten. Im neuen Jahr will das Team von Marco Rose in den Angriffsmodus schalten.

Marco Rose trommelte seine Mannen noch einmal in der Kabine zusammen, doch nach einer großen Ansprache war ihm zum Jahresabschluss nicht mehr zumute. "Wir waren genug zusammen dieses Jahr", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach mit breitem Grinsen. "Ich wollte den Jungs lediglich noch frohe Weihnachten wünschen."

Wichtiges Erfolgserlebnis nach schwierigen Wochen

Die Grundlage für ein fröhliches Fest legten diese zuvor mit einem tadellosen Auftritt beim Regionalligisten SV Elversberg selbst. Dank des nie gefährdeten 5:0-Erfolgs stehen die Fohlen nach drei Jahren wieder einmal im Achtelfinale des DFB-Pokals.

Der überzeugende Auftritt war Balsam auf die in den vergangenen Wochen doch etwas geschundene Seele. "Für uns war es ein wichtiger Sieg, weil wir dadurch in die nächste Runde einzogen sind und wir in den letzten Wochen nicht so viele Erfolgserlebnisse hatten", sagte Rose mit Blick auf die jüngste Negativserie mit sechs Pflichtspielen ohne Sieg.

Gladbachs Stindl: "Tore haben uns gut getan"

Sportschau 22.12.2020 01:02 Min. Verfügbar bis 22.12.2021 ARD Von Marc Drumm


"Jetzt können wir alle entspannt Weihnachten feiern", fügte Patrick Herrmann hinzu. Schließlich ist die Borussia trotz des bisherigen Mammutprogramms von 21 Pflichtspielen in gut drei Monaten im Jahr 2021 noch in allen drei Wettbewerben vertreten.

Gladbach ist noch nicht am Ziel

Im Pokal fehlen nur noch vier Schritte zum ersten Triumph seit 1995, in der Champions League wartet Anfang Februar der Achtelfinal-Kracher gegen Manchester City. Lediglich in der Liga besteht als Tabellenachter Nachholbedarf. "Wir haben noch den einen oder anderen Schritt zu gehen, um noch größere Dinge zu erreichen, als wir es bisher getan haben", warnte Lars Stindl deshalb davor, sich zu weit zurückzulehnen.

Rose-Gerüchte lassen das Team kalt

Auch von den Spekulationen um einen Wechsel von Trainer Rose zu Borussia Dortmund wollen sich die Gladbacher nicht aufhalten lassen. Die Mannschaft sei derlei Spekulationen "schon gewohnt", betonte Stindl. "Das macht mit uns relativ wenig, wir sind da entspannt. Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können". Auch Rose nehme die Gerüchte gelassen. "Der Trainer geht die Sache genauso an wie bislang", sagte der Kapitän. "Er lässt das nicht an sich ran, zumindest haben wir das Gefühl. Deswegen funktioniert das Ganze auch."

SV Elversberg gegen Borussia Mönchengladbach - die lange Zusammenfassung Sportschau 22.12.2020 09:32 Min. Verfügbar bis 22.12.2021 Das Erste

Damit das auch weiter so bleibt, hat Rose seinen Schützlingen für die wenigen freien Tage "ein, zwei Hausaufgaben mitgegeben". Schließlich steht schon am 2. Januar gegen Arminia Bielefeld das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Und ab dann, so Stindl, will die Borussia "nochmal richtig angreifen".

sid | Stand: 23.12.2020, 13:17