Reinhard Rauball

BVB-Präsident Rauball kandidiert nicht erneut

Stand: 09.08.2022, 15:26 Uhr

Borussia Dortmunds Präsident Dr. Reinhard Rauball wird sich auf der Mitgliederversammlung im November nicht mehr zur Wahl stellen.

Wie der Verein am Dienstag mitteilte, will der 75-Jährige nach insgesamt 23 Jahren im Amt nicht erneut kandidieren und hat darüber den Wahlausschuss-Vorsitzenden Dr. Winfried Materna informiert. Rauball werde seinen bisherigen Stellvertretet, Dr. Reinhold Lunow, als seinen Nachfolger vorschlagen.

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"Ich bin in jeder Minute meiner Amtszeit stolz gewesen, Präsident dieses großartigen Vereins sein zu dürfen. 23 Jahre lang habe ich dieses Amt mit viel Herzblut ausgefüllt", wird Rauball in der Vereinsmitteilung zitiert. "Auch wenn ich ab November wieder verstärkt an meiner Karriere als Tennis- und Fußballspieler arbeiten werde, versichere ich ihnen allen schon heute, dass ich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit und selbstverständlich auch im Anschluss daran alles in meiner Macht Stehende zum Wohle unseres Vereins tun werde."

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erklärte, der Entscheidung Rauballs "mit dem größtmöglichen Respekt" zu begegnen und attestierte ihm "herausragende Verdienste um den BVB".

DFL-Vorsitzender und DFB-Präsident

Rauball war 2004 zum insgesamt dritten Mal in das Amt des BVB-Präsidenten gewählt worden. Während seiner ersten Amtszeit von 1979 bis 1982 ging der seinerzeit 32 Jahre alte Jurist als jüngster Präsident eines Fußball-Bundesligisten in die Geschichte ein, seine zweite Amtsperiode zwischen 1984 und 1986 stand im Zeichen einer wirtschaftlichen Krise des BVB, die nicht zuletzt dank Rauball erfolgreich bewältigt wurde.

Neben seiner Funktion als BVB-Präsident war Rauball von 2007 bis 2019 Präsident des deutschen Ligaverbandes, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) und 1. Vizepräsident des DFB.