Zorc kontert Hoeneß-Kritik an Transferpolitik: "Ziemlich arrogant"

Dortmunds Sportlicher Leiter Michael Zorc (Bild vom 06.06.2020)

Zorc kontert Hoeneß-Kritik an Transferpolitik: "Ziemlich arrogant"

Sportdirektor Michael Zorc von Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hat die Transfer-Kritik von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß scharf zurückgewiesen.

"Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant, aber einiges ist auch sachlich de facto falsch", wird BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Montag in diversen Medien zitiert.

Hoeneß kritisiert Dortmunder Transferpolitik

Damit reagierte Zorc auf Aussagen von Bayern Münchens Ehrenpräsident in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Montag (03.08.2020). Hoeneß hatte die vielerorts als modellhaft bewertete Strategie der Dortmunder, Talente zu sichten, zu entwickeln und teuer zu verkaufen, als "unklug" bezeichnet: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein?"

Bei uns gibt es das überhaupt nicht", äußerte der 68-Jährige. Der FC Bayern hole niemals Spieler, "um daraus Geschäfte zu machen". Angesprochen auf die Aussagen des früheren Bayern-Managers stellte Zorc klar: "Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken."

Zorc: "Wir wollen uns nicht treiben lassen" Sportschau 30.07.2020 03:18 Min. Verfügbar bis 30.07.2021 Das Erste

Stand: 03.08.2020, 14:52