BVB-Berater Sammer: Schmerzgrenze bei Haaland

Nach Meinung von Matthias Sammer darf die vertragliche Situation der Bundestrainer-Kandidaten bei der Auswahl keine Rolle spielen.

BVB-Berater Sammer: Schmerzgrenze bei Haaland

Einen Weggang von Erling Haaland haben die Verantwortlichen von Borussia Dortmund bisher nahezu ausgeschlossen. Nun sagt Matthias Sammer, Berater des Klubs, erstmals, dass es Summen gibt, bei denen ein Transfer dennoch stattfände.

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund betonen nach wie vor, dass sie auch in der kommenden Saison mit Erling Haaland planen. Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke haben mehrfach klargestellt, dass ein Transfer für den in ganz Europa umworbenen Stürmer ausgeschlossen ist. Ihr Berater Matthias Sammer macht den Top-Klubs wie dem FC Chelsea nun aber doch ein wenig Hoffnung.

Wegen der Aktionäre ist Haaland nicht unverkäuflich

Sammer bestätigt erstmals, dass ein Abgang des Norwegers in Summen bestimmter Größenordnung doch unausweichlich sei. Bei einer "Amazon"-Pressekonferenz in München sagte er, dass eine Schmerzgrenze beispielsweise erreicht sei, wenn "ein Verrückter" käme und 200 Millionen Euro bietet. Zuletzt hieß es, Chelsea wolle ein Angebot über 185 Millionen Euro abgeben. Bislang ist das jedoch nicht passiert.

"Wie soll ich das den Aktionären erklären?", sagt Sammer und meint damit, dass der BVB als Aktienunternehmen Einnahmen in dieser Größenordnung gegenüber den Investoren nicht rechtfertigen kann. Zumal Haaland in einem Jahr aufgrund einer Ausstiegsklausel für 75 Millionen Euro gehen kann. Den Unterschied der beiden Summen kann Dortmund sportlich nicht einspielen und hat so auch im Falle eines Mega-Angebots kaum ein Argument für einen Haaland-Verbleib. Sammer gehe dennoch davon aus, dass der norwegische Stürmer bleibt. "So ist es besprochen", sagte der 53-Jährige, der seit 2018 als externer Berater des börsennotierten BVB arbeitet.

sho/dpa | Stand: 27.07.2021, 13:28